Mercury Days: Speed und alte Schätzchen

07.12.2012 Ingrid Bardenheuer - Gelungene Mischung aus Event und Hausmesse: In diesem Jahr fanden im niederländischen Roermond die ersten „Mercury Days“ statt. Ein Rückblick.

Die Mercury Days 2013 finden erneut in Well am Leukermeer statt.
© Ingrid Bardenheuer
Die Mercury Days 2013 finden erneut in Well am Leukermeer statt.

Mit 300 Anmeldungen und 30 Booten hatte Mercury Marine Deutschland/Benelux gerechnet. Doch die „Mercury Days“ Anfang September im niederländischen Roermond starteten gleich durch: Auf Anhieb wollten 500 Händler, Firmenpartner und Kunden mit insgesamt 110 Booten bei dem Ereignis dabeisein. Am Ende waren es über 1000 „Mercury Days“-Teilnehmer, die sich einen schönen Samstag an und auf der Maas machten.

Ein beachtlicher Auftritt, zumal das Ganze eine Premiere war. „So eine Veranstaltung wie hier haben wir noch nie in Europa organisiert“, meinte Marie-Josephine Kessler, zuständig fürs Mercury-Marketing in Deutschland. Das Team von Mercury Marine Deutschland/Benelux, zu Hause in Verviers/Belgien, hatte für die Roermonder „Mercury Days“ einen bunten Strauß an Aktionen zusammengestellt und dabei den Fokus auf Information und Emotion gerichtet. „Wir möchten den Besuchern zeigen, was Bootfahren überhaupt ist – dass sie dieses Feeling erleben“, sagte Marie-Josephine Kessler. Und das Zweite: „Einfach einen schönen Tag zusammen verbringen.“

Ideengebend war ein weitaus größeres Event: das „AquaPalooza“, ein Spektakel in den USA und darüber hinaus. 2006 rief Sea Ray Boats die Veranstaltung ins Leben, seitdem pilgern Jahr für Jahr Tausende von Wassersportfreaks mit und ohne Boot zu den Schauplätzen des „AquaPalooza“. Die „Mercury Days“ in Roermond kamen da schon überschaubarer daher, verständlich, beim ersten Mal. „Jeder fängt klein an“, so Marie-Josephine Kessler, „aber es ist ein größerer Erfolg als wir dachten.“ Und das lag nicht allein am Wetter, das so schön war wie bestellt.

Mit dem Veranstaltungsort, der Marina Oolderhuuske im limburgischen Wassersportdorado Roermond, hatte Mercury Marine Deutschland/Benelux einen guten Griff getan. Um die Mittagszeit liefen die ersten Rückmeldungen bei Marie-Josephine Kessler ein. Tenor: „Alle sind begeistert.“ Weil es ein bisschen von allem gab und für jeden etwas.

Wer technische „Leckerbissen“ suchte, fand sie am Rennbootsteg. Hier hatte sich eine illustre Flotte eingefunden, darunter die ferrarirote Bernico F1 XTreme des Ravenol Team Germany Racing. Ein V8 Mercury Racing 662, getunt auf etwa 900 PS, katapultiert das rund 7 m lange Wasserski-Rennboot von Formula-1-Pilot André Schürle auf bis zu 195 km/h. Der honorige Sound des V8 holte die Besucher gleich in Zweierreihen ans Wasser.

Andere Kraftpakete, so die beiden 300 PS starken Mercury OptiMax 300XS an einem Bernico Cat 26 SC, ließen allenfalls ein leises Schnurren hören, bevor es auf die Piste ging. Denn auch das gehörte zum Programm der „Mercury Days“: im Rennboot mitfahren und Top-Speed fühlen. Ein Vergnügen, das am Ende nicht nur ausgewählte VIPs hatten.

Die Leistungsschau komplettierten ein Präsentationssteg und eine Ausstellungsfläche. Bootsmarken wie Cigarette, Hellwig und Quicksilver waren vertreten, auch Valiant und Viper. Hintergrundwissen verschafften zudem Workshops. Überdies lockte die Verlosung eines Mercury-Außenbordmotors und Mercury-Schlauchbootes.

Zu den Ausstellern an Land gehörte Jan Scheepers. Der Teamchef von Scheepers Rennsport war mit seiner „Ms Wilson Speed“ angereist, einem 4,25 m langen Formel-4-S-Boot, das von einem Mercury- 60-PS-EFI-Viertakt-Außenbordmotor auf Trab gebracht wird. Gleich daneben zeigte der 50-jährige Niederländer zwei alte „Schätzchen“: einen „MERC 60“, Jahrgang 1961, und einen „Mercury 28“ von 1958.

Scheepers hat eben auch ein Faible für die Klassiker aus dem Hause Mercury, das seit mehr als 70 Jahren am Markt ist und seinerseits eine kleine Auswahl historischer Außenbordmotoren nach Roermond mitgebracht hatte. „Ich bin froh, dass Mercury so einen Tag veranstaltet hat“, meinte Jan Scheepers, „und ich hoffe, dass das noch öfter passiert.“ Mercury Marine Deutschland/Benelux signalisierte bereits: Die „Mercury Days“ werden eine Fortsetzung erfahren.

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