Düsseldorf: „Flagship Night“ der Sieger

19.01.2013 Torsten Moench - Auf der Boot wurden am Abend die Gewinner des begehrten Titels „European Powerboat of the Year 2013“ bekanntgegeben. Die Sieger der fünf Kategorien:

Die Sieger
© Hersteller / Werften
Die Sieger

Traditionell lädt der Delius-Klasing-Verlag am ersten Abend der Düsseldorfer Bootsausstellung zum Branchentreff; 2013 mit geänderter Agenda und neuen Awards wie dem "Seamaster of the Year" in "Flagship-Night" umgetauft. Rund 400 Gäste aus der internationalen Bootsszene folgten dem Ruf des BOOTE- und YACHT-Verlegers Konrad  Delius sowie dem Chef der Düsseldorfer boot Götz-Ulf Jungmichel nur allzu gern.

Der Grund: Hier, und nur hier, bekommen sie im Vorfeld der Veranstaltung die Ergebnisse der alljährlich von BOOTE und YACHT durchgeführten Marktdaten-Analyse. Und das sogar individuell für ihr Unternehmen.
Wie steht es um das Image meiner Marke, wie hoch ist die Investitionsbereitschaft meiner Kunden, wohin gehen die Trends für die kommende Saison? Fragen, mit deren Beantwortung Delius-Klasing das Neuhausener Marktforschungsunternehmen Marketresearch jährlich beauftragt.

Highlights der festlichen Veranstaltung waren die Verleihungen der Boots-Oscars 2013. "European Powerboat of the Year" (Motorboote) und "Yacht of the Year" (Segelboote).

Fachjournalisten aus nahezu allen europäischen Ländern fassten unter Leitung der Delius-Klasing-Magazine BOOTE und YACHT Ihre Eindrücke der zurückliegenden Testsaison zusammen und kürten die besten und interessantesten Boote des Jahres.

Klasse bis 25 Fuß: Ryds F 528

In der Klasse bis 25 Fuß Bootslänge standen sich komplett unterschiedliche Konzepte gegenüber. Angefangen von den Kajütbooten von Beneteau und Jeanneau über das sportliche Buster Aluminium-Boot bis zu den skandinavischen Allroundern von Flipper und Ryds.

Durchsetzen konnte sich am Ende die schwedische Ryds 528. Der Grund: Neben dem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis bietet die Ryds 528 das modernste Design, hohe Sicherheitsstandards und ist, je nach persönlichen Vorlieben, in drei verschiedenen Versionen zu bekommen, die alle auf dem gleichen Rumpf aufbauen.

Klasse bis 35 Fuß: Marex 320 AC

Boote der 35-Fuß-Klasse werden üblicherweise von Familien auf wechselnden Revieren genutzt. Hier spielen praktische Lösungen, gute Verarbeitung und sicheres Handling sowohl Binnen, als auch auf See die Hauptrollen. Unter diesen Gesichtspunkten hatten sich die Tester zwischen den Konzepten von Atlantis, Marex, Sessa, Jeanneau und Viknes zu entscheiden.

Den Zuschlag und damit den Titel "European Powerboat of the Year 2013" bekam die Marex 320 AC. Dieses Boot bietet den besten Kompromiss zwischen Verarbeitung, Fahrleistungen, Wohnkomfort und Sicherheit. Die Marex verfügt über vier vollwertige Betten in zwei Kabinen und einen großen Salon. Kombiniert mit excellenten Fahreigenschaften und einfachem Handling konnte sie sich deshalb deutlich von der Konkurrenz absetzen.

Klasse bis 45 Fuß: Bavaria Virtess 420

Die längsten und schärfsten Diskussionen innerhalb der Jury entbrannten bei der Abstimmung in der 45-Fuß-Klasse. Hier prallten nicht nur Boote, sondern Philosophien aufeinander. Fünf Boote aus den vier Nationen Deutschland, Italien, Finnland und den USA, standen für komplett unterschiedliche Konzepte. Letztendlich fiel die Wahl auf Bavarias erste Flybridge-Yacht, die Bavaria 420 Virtess.

Nach Meinung der Jury ist die 420 Virtess zwar nicht in allen Belangen perfekt, bietet aber den besten Kompromiss aus Raumangebot, Sicherheit und Fahreigenschaften. Insbesondere das Platzangebot, sowohl unter, als auch auf Deck, ist für Boote dieser Klasse ungewöhnlich. Hinzu kommen praktische Ideen und das Bavaria-typische gute Preis-Leitungsverhältnis.

Klasse über 45 Fuß: Goldfish 50 Ocean

Bei den Booten und Yachten über 45 Fuß Bootslänge standen konventionelle Entwürfe wie die Prestige 620 oder die Sealine F 48 so ungewöhnlichen Booten wie dem schnellen Beneteau Swift Trawler 50 und der norwegischen Goldfish 50 gegenüber.

Hier entschied sich die Jury bewusst für das extremste Boot des Vergleichsfeldes, die Goldfish 50 Ocean. Zitat eines Testfahrers: "This boat is pushing the Limits". Im Klartext: Die Goldfish ist sowohl in der Verarbeitung, dem Konzept, als auch den Fahrleistungen mit keinem anderen Boot dieser Klasse vergleichbar. Mit mehr als 63 kn Knoten Topspeed bei 15 m Bootslänge und trotzdem luxuriöser Inneneinrichtung definiert sie den Begriff "Powerboat" völlig neu. Die Jury ist sich einig: Von diesem Boot wird man noch viel hören, zumal es im kommenden Jahr am 3000-Meilen-Rennen "Cowes to Monte Carlo" teilnimmt.

Verdränger-Klasse: Allure Garcia GT 54

In der traditionell von niederländischen Booten dominierten Verdränger-Klasse, gab es erstmals Konkurrenz aus Frankreich und den USA. Namentlich Garcia und Grand Banks traten an, das niederländische Monopol zu brechen. Mit Erfolg: Die Jury-Entscheidung fiel auf die bei der Segelyacht-Werft Allure gebaute Garcia GT 54 . Dieses Boot verkörpert ein neues Konzept bei den Verdrängerbooten und wurde speziell auf die Belange von Umsteigern aus der Segelszene ausgelegt. Sehr hohe Reichweiten, die auch Atlantik-Überquerungen zulassen, Seegängigkeit und praktische Aussattungsdetails standen dabei im Vordergrund und brachten letztlich den Klassen-Sieg.

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