Mannheim Mannheim
News

Raddampfer ruft Flugzeugträger

Marit Teerling (Technoseum) am 05.06.2015

Signale von Schiff zu Schiff: Funkamateure senden am Internationalen Museumsschiff-Tag weltweit – auch von Bord des Museums-Raddampfers „Mannheim“

Mannheim

Wird zur schwimmenden Funkstation: Museumsraddampfer „Mannheim“ auf dem Neckar

Am Samstag, den 6. und Sonntag, den 7. Juni treten mehr als 100 Museumsschiffe weltweit über Funk miteinander in Kontakt – vom Flugzeugträger "USS Midway", der im kalifornischen San Diego vor Anker liegt, über den Raddampfer "Skibladner" im Mjøsa-See in Norwegen bis hin zum U-Boot "U995", das sich am Marine-Ehrenmal in Laboe bei Kiel befindet. Auch das Museumsschiff des Technoseum beteiligt sich an der Aktion: Der Amateur Radio Club Ludwigshafen (ACRL) wird hierfür eigens eine Funkstation im Steuerhaus des Schaufelraddampfers aufbauen. Die Mitglieder sind unter der Teilnehmerkennung DK0LU rund um die Uhr im Einsatz; zu den regulären Öffnungszeiten des Museumsschiffs am Samstag und Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr können Besucherinnen und Besucher den Funkfreunden über die Schulter schauen und mit etwas Glück auch selbst ein Funkgespräch führen.

Während des Funkwochenendes gilt es, möglichst viele Kontakte über möglichst große Entfernungen mit anderen Museumsschiffen herzustellen. Die Herausforderung dabei: Je nach Position des anderen Schiffes, das erreicht werden soll, ist der Funkkontakt nur zu bestimmten Sonnenständen möglich – jede Kontaktaufnahme muss also sorgfältig geplant werden, wenn man nach Ablauf der Zeit auf eine ansehnliche Zahl an Funkverbindungen kommen möchte. Eine kleine Ausstellung der Funker auf dem Museumsdeck zeigt, dass der Amateurfunkdienst auch im Internet-Zeitalter immer noch seine Berechtigung hat, denn mit Notfunkgeräten lassen sich in Not- und Katastrophenfällen noch stabile Verbindungen herstellen, wenn Strom- und Datennetzausfälle alles andere bereits zum Erliegen gebracht haben.

Marit Teerling (Technoseum) am 05.06.2015