Bootsbauer Bootsbauer

Reportage: Bootsbauer

Traumjob Bootsbauer

Rainer Herzberg am 18.02.2017

Handwerksberufe liegen im Trend. Der des Bootsbauers bietet eine spannende Kombination vieler Disziplinen

Handwerksberufe werden für Jugendliche immer interessanter. Inzwischen steigt die Zahl der Abiturienten ganz erheblich, die zunächst eine handwerkliche Berufsausbildung absolvieren, um möglicherweise später darauf aufbauen zu können oder sogar mit einem Studium abzuschließen.

Dabei bleiben sie in der Fachrichtung meistens auf ein Gebiet beschränkt – Holzbearbeitung, Metallbau, Mechanik und Elektrik sind die beliebtesten Themen. Nun gibt es aber auch Berufe, die ein ganz breites Spektrum abdecken und in denen enorme Vielseitigkeit gefragt ist.

Dazu gehört ganz besonders der Bootsbau, ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Bei der Bootsbaulehre kann man zwischen zwei Fachrichtungen wählen: Neu-,Aus- und Umbau oder Yachttechnik.

Hier muss der Umgang mit vielfältigen Werkstoffen erlernt und verstanden werden. Holz, Metall, Faserverbundstoffe, GFK, Harze, Farben und Klebstoffe sind Materialien, mit denen der Bootsbauer konfrontiert wird. Dazu kommen Maschinen und eine komplexe Bootstechnik.

Nicht überall im Land ist dieser sehr regionalspezifische Beruf bekannt. Die Bootsbaubetriebe liegen in der Regel am Wasser; in anderen Landesteilen wissen daher viele nicht, dass es diese so vielseitige und interessante Sparte überhaupt gibt und dass vor allem die Übernahme- und Aufstiegschancen am Ende der Lehrzeit mehr als gut sind.

Oft sind die Bewerber für diesen Beruf schon in der Jugend mit Wassersport in Berührung gekommen und haben Erfahrung als Segler oder Motorbootfahrer, sei es durch das Boot der Eltern oder die Mitgliedschaft in einem Club. Interessant für viele ist sicher auch, dass es nach Abschluss der Ausbildung durchaus die Möglichkeit gibt, mal für ein paar Jahre im Ausland zu arbeiten und damit seinen Horizont in alle Richtungen zu erweitern.

Grundsätzlich aber versuchen die Boots- und Yachtbaubetriebe, ihre Auszubildenden zu halten und im eigenen Betrieb zu integrieren. Die Branche hat gut zu tun, auf der Straße wird kaum einer – oder eine – landen. Schließlich sind inzwischen gut zehn Prozent der Azubis weiblichen Geschlechts und schlagen sich in diesem Job mit Bravour.

Fotostrecke: Traumjob: Bootsbauer

Die komplette Reportage über den Traumjob Bootsbauer finden Sie in der aktuellen BOOTE-Ausgabe, die es ab dem 22.2.2017 im Handel gibt.

Rainer Herzberg am 18.02.2017
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