Riva Riva Nachbau

Reportage: Riva-Nachbau

Klaus und seine Giulia

Sebastian Fuchs am 04.08.2016

Immer wieder reist Klaus Hunfeld ins norditalienische Sarnico, um sich Originalteile für seinen Nachbau einer Riva Ariston zu besorgen. Eine Liebesgeschichte aus Holz, Zeit und einem starken Willen.

Es wird auf einer der Italienreisen passiert sein, die er als Kind mit seinen Eltern unternahm. Damals ging es noch im VW Käfer nach Süden. Vielleicht geschah es auch erst später, als er im Wohnmobil an die italienische Riviera reiste. Tatsache ist, dass sich der Kieler Unternehmens­berater und Hobbypilot Klaus Hunfeld in das 6,80 Meter lange Holzboot Riva Aris­ton verliebte. 

Die Perfektion einer Riva erschließt sich auch dem Laien: Bei klassischen Modellen besteht der Bootskörper aus feinem Holz mit fugenloser, tiefroter Mahagonibe­plankung. Ein kräftiger Innenborder mit tiefem Geräusch treibt die Boote an. Glän­zende Chromteile, eine Panoramascheibe, das übersichtliche Instrumentenbrett und das schlank auslaufende Heck machen sie zur Designikone.

Diesem Charme war auch der damals noch in Elmshorn leben­de Familienvater Klaus Hunfeld verfallen. 

 

Anders ist es nicht zu erklären, dass er im Alter von 49 Jahren beschloss, sich seine eigene Riva zu bauen. 

 

Ein Rückblick: Als Jugendlicher war Klaus Hunfeld passionierter Modellbauer. Bereits im Alter von elf Jahren schnitt er sich seine Teile selbst zu, um Flugzeuge und Boote zu fertigen. Und schon damals hatte er den Traum, irgendetwas Großes zu bauen. Theoretisch, sagt er, könne man alles nachbauen, solange man die richti­gen Pläne habe. Und die gibt es, frei zu­gänglich im Internet…

 

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Sebastian Fuchs am 04.08.2016
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