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Technik: Motorenvergleich Performance

Zeiten ändern sich

Sebastian Gollasch am 15.03.2017

Heute zählt nicht allein der Speed, sondern immer mehr die Effizienz. Diesel oder Benziner: Wer hat die Nase vorn? Ein Test an zwei baugleichen Powerbooten

Fotostrecke: Performance

Um als Werft erfolgreich zu sein, ist es wichtig, frühzeitig die Wünsche und Vorstellungen der Skipper zu kennen und entsprechend darauf zu rea­gieren. Das gilt nicht nur für Design und Farbauswahl, sondern auch für Ausstattung und Motorisierung.

Der optimale Zustand ist erreicht, wenn das Boot richtig schnell ist, dabei jedoch möglichst wenig verbraucht. Die Werft Performance behauptet gern: "Life begins at 40 knots." Um diese Aus­sage in die heutige Zeit zu transportieren, hat sie ihre Motorenpalette angepasst.

Wo früher hubraumstarke Benziner mit ordentlich Leistung die Preisliste dominierten, sind es jetzt immer häufiger die Selbstzünder. Laut Werft liegt das daran, dass es deutlich mehr Skipper gibt, die einen Dieselmotor nachfragen. Zudem gab es früher keinen Hersteller, der solche Motoren mit einem Verhältnis von Masse und Leistung anbieten konnte, wie Performance es für seine Boote wünscht.

Doch in diesem Bereich ist einiges passiert; so bietet Marine Diesel aus Schweden mit dem VGT500 einen kompakten V8-Diesel mit 500 PS und einem elektronisch begrenzten Drehmoment von 1000 Nm. Generiert wird die Leistung aus 6,6 l Hub­raum. Um den Gaswechsel so effizient wie möglich zu machen, besitzt der Motor ne­ben vier Ventilen je Zylinder und Common-Rail-

Technik noch einen Turbolader mit variabler Geometrie. Als Dreifachinstallation ist dies die momentan stärkste Dieselmotorisierung für die überarbeitete Performance 1501, ein 14,80 m langes, 3,70 m breites und über 9700 kg wiegendes Off­shoreboot.

Die Crew kann bis zu zwölf Personen umfassen; zum Übernachten bietet das Modell vier plus zwei Kojen. Mit den insgesamt 1500 PS und 3000 Nm bringt man es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 53 kn. Zum Vergleich: Mit drei Benzinern vom Typ 662 SCI COMP (1896 PS) liegt die Spitzengeschwindigkeit eines baugleichen Modells bei 57,3 kn. Schaut man auf die Verbräuche, wird klar, dass die 4,3 kn höhere Endgeschwindigkeit mit einem ordentlichen Expresszuschlag versehen ist.

In Zahlen ausgedrückt: Ist man mit den Selbstzündern und den Hebeln auf dem Tisch unterwegs, laufen insgesamt 6,22 l/sm Diesel durch die Injektoren. Beim Benzinerboot sind es sogar stolze 11,36 l/sm. Umgerechnet auf eine Füllung des 1300 l fassenden Einbautanks heißt das: Mit den 662-SCI-COMP-Maschinen hat man bereits nach 114 sm kein Benzin mehr.

Den kompletten Motorenvergleich finden Sie in der April-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 22.3.2017 im Handel gibt.

Sebastian Gollasch am 15.03.2017
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