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Wenn die 24 Zylinder der 17 Meter langen „Thunderbird“ ihre Stimmen heben, hält der Lake Tahoe in Californien den Atem an. Das ist recht frech für eine 70 Jahre alte Dame mit Showgirl-Geschichte.
Jahrgang 1940: John Hacker designte
ein Boot wie einen Flugzeugrumpf
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Rein akustisch könnte man „Thunderbird“ für „Tessie“ halten. Denn im Lake Tahoe taucht wie im Loch Ness, so geht jedenfalls das Gerücht, gelegentlich ein Seeungeheuer auf.
Im Falle der 17 Meter langen „Thunderbird“ sind es zwei Allison-V-Zwölfzylinder mit je 28 Litern Hubraum, deren Dröhnen dem ganzen See mitteilt, dass die „Thunderbird“- Tessie durchstartet.
Bereits die Auspuffrohre hinterlassen achtern Strudel, mit denen andere Boote ihre Höchstgeschwindigkeit doku- mentieren. Dennoch, hier achtern wird es später bei Marschfahrt erstaunlich leise.
Durchstarten, das macht „Thunderbird“ bereits seit 70 Jahren, wenn auch nicht von Beginn an mit dieser Motor-isierung. Die Motoren des US-Air Force-Jägers P-51 Mustang mit je gut 900 Kilowatt verordnete ihr erst ihr zweiter Eigner William Harrah, der Casino-König von Reno in Nevada.
Erfunden hatte diesen Racer der Exzentriker George Whittell. Der besaß ein Ferienhaus am Lake Tahoe, war Flugzeugfan und Autosammler und brauchte folglich ein Boot, das zu diesen beiden Leidenschaften passte.
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Text: Dr. Friedrich-Wilhelm Pohl Foto: Olaf Tamm
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