ReiseSpurensuche

Im Herbst mit dem Hausboot durch Polens Norden: Auf dem Ring des Weichselwerders begegnen wir der Geschichte an jeder Flussbiegung. Der Rundtörn mit Start in Danzig ist noch immer ein Geheimtipp - doch das könnte sich sehr bald ändern.

Das Krantor in Danzig wacht wie
ein Riese über die blaue Motlawa
.

Nur noch die Marienkirche anschauen und dann Kaffee und Kuchen – so hatten wir uns das vorgestellt. 408 steile Treppenstufen bis zur Turmspitze waren dabei jedoch nicht einkalkuliert.

Und jetzt schleppen Kollege Cornelius und ich uns Stufen zählend nach oben, vorbei an wunderlichen steinernen Gewölben in der Form von Wüstenrosen und an einer riesigen Glocke, die wohl seit Jahren unter einer kuscheligen Staubschicht bedeckt liegt.

Doch der Rundblick über die Stadt Danzig ist Belohnung genug: Im Süden leuchtet grün und golden der Turm des Rechtsstädtischen Rathauses, im Westen sehen wir die Ränder der Altstadt und Vorstadtgebiete mit weniger schönen Wohnblocks.

Am besten gefällt uns aber der Blick westwärts – über die Frauengasse zur Motława, dem Fluss, der die
alte Hansestadt so besonders macht.

Dunkelblaues Wasser liegt zwischen den vielen restaurierten Fassaden und einigen verbliebenen blassroten Backstein-ruinen. Sportboote schießen hin und her, vorbei an den Hotels, Restaurants und Sou-venierläden an der Fluss-promenade.

Die Marina, nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt, ist gut zu erkennen; unsere Vorfreude auf die kommende Woche steigt.


Den gesamten Beitrag können Sie sich hier als Original-PDF auf 12 Seiten herunterladen.

Text: Carina Wolfram
Foto: Cornelius Kalk


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