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Antifouling

Farbwechsel

Torsten Moench am 16.02.2017

Können Billig-Antifoulings mit ihren Markenkonkurrenten mithalten? Wir haben es ausprobiert und beide Produktarten einem Praxistest unterzogen

Bewuchshemmende Farben fürs Unterwasserschiff, sogenannte Antifoulings, sorgen in Bootsfahrerkreisen immer wieder für Diskussionsstoff. Während die einen ausschließlich auf "Markenware" schwören, sind andere von den Vorzügen preiswerter No-Name-Produkte überzeugt.

Verständlich: Angesichts der Preisdifferenzen fragt sich nicht nur der "Geiz ist Geil"-Anhänger, inwiefern Aufschläge von bis zu 100 Prozent für Markenware gerechtfertigt sind. Vollends verwirrt ist dann derjenige, der einen Blick hinter die Kulissen des Angebots wirft. Oft entpuppen sich die vermeintlichen Billigheimer als Zweit- oder Drittlinien renommierter Farbenwerke.

Schnell liegt die Vermutung nahe, dass No-Name-Produkte die gleiche Qualität wie das teure Markenprodukt aufweisen und nur aus Marketinggründen in anderen Töpfen daherkommen. Aber trifft das wirklich zu? Ein Szene-Insider wiederum beschreibt die Zusammenhänge folgendermaßen:

"Erbseneintopf bleibt Erbseneintopf, das ist schon wahr. Doch richtig lecker wird es erst, wenn statt künstlicher Geschmacksverstärker auch Speck und Würstchen drin sind." Was gilt denn nun für Antifoulings?

Fünf Farben an einem Boot

Um der Sache auf den Grund zu gehen, ließen wir zu Saisonstart 2016 ein 40-Fuß-Boot von einem Profi mit fünf verschiedenen Antifouling-Produkten (Hempel Hard Racing, International Ultra EU, Nautical Eroding Antifouling, Epifanes Copper-Cruise und Yachtcare Eco SP) beschichten.

Fotostrecke: Antifouling

Jedes Produkt wurde sowohl auf der Sonnenseite des Rumpfs als auch auf der Schattenseite aufgebracht. Warum? Neben der Wasserqualität spielen Wassertemperatur und Sonneneinstrahlung eine entscheidende Rolle beim Bewuchs. Die Sonnenseite, insbesondere am Wasserpass, ist meist stärker betroffen als die gegenüberliegenden Schattenregionen.

Gleiches gilt für die Position am Rumpf: Da es sich bei unserem Boot um einen Halbgleiter handelt, werden die verschiedenen Rumpfregionen während der Fahrt unterschiedlichen Drücken und Strömungen ausgesetzt. Diese wiederum spielen eine wichtige Rolle, wenn es um die Selbstreinigung geht.

Den kompletten Antifoulingtest finden Sie in der aktuellen BOOTE-Ausgabe, die es ab dem 22.2.2017 im Handel gibt.

Torsten Moench am 16.02.2017
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