Auster 740 BR Auster 740 BR

Test: Auster 740 BR

Neueröffnung

Peter Lässig am 16.04.2018

Die Bootsbauer aus Budenheim legen mit einem Bowrider nach. Dessen Fahreigenschaften können sich sehen lassen.

Eine Auster haben wir bereits im Juniheft 2016 serviert: die 740 CC. Nun haben die Gebrüder Nürnberger in Budenheim noch einen draufgelegt: Sie haben vorn das Deck aufgeschnitten, dort eine Sitzgruppe eingebaut und aus der Cuddy Cabin – das Kürzel BR besagt es – einen Bowrider gemacht. Die BR kann mit Benzin- oder Diesel-Innenbordmotoren von 140 bis 300 PS bestückt werden und soll mit dem V6-Motor 1890 kg auf die Waage bringen. Plus Zuladung und Hänger sind zweieinhalb Tonnen schnell erreicht, was ein passendes Zugfahrzeug erfordert.

Von Viper, der anderen Hausmarke, sind wir hinsichtlich der gesamten Verarbeitung verwöhnt. Bei unserer Test-Auster stimmt zwar die Richtung, bei den Feinheiten darf man in Budenheim aber außen und innen gern noch etwas nachlegen.

Dass unser Testboot noch die ein oder andere unbehandelte Schnittkante im Kunststoff aufweist und den Edelstahlringen in den Getränkehaltern im Bug im wahrsten Sinn des Wortes der Feinschliff fehlt, ist dem Umstand geschuldet, dass es der erste Bowrider ist.

Erst wenn man etwas gebaut hat, weiß man, was man optimieren kann, wie zum Beispiel den Toilettenraum vor dem Fahrstand oder die Handhabung des Cockpitbodendeckels über dem Kraftstofftank. Dafür glänzt das Testboot mit gewohnt feinen technischen und elektrischen Installationen, sauber gearbeiteten Polstern und im sichtbaren Bereich unter Deck mit glatt geschliffenem und gestrichenem Laminat.

Fahren und Manövrieren

Wir fahren die Auster 740 BR mit einem 250-PS-V6-MerCruiser mit Alpha-One-Z-Antrieb mit Aluminiumpropeller auf dem Rhein. In Verdrängerfahrt braucht es voraus eine korrigierende Hand am Ruder, insbesondere wenn Personen im Boot den Platz wechseln.

Bei diesem Tempo durchmessen die Vollkreise sowohl in Rückwärts- als auch in Vorwärtsfahrt knapp zwei Bootslängen. Rückwärts fährt das Testboot dahin, wo es hinsoll, und beim Kurswechsel reagiert es sofort. Das liegt auch daran, dass das Steuerrad bei Voll­einschlag von einer zur anderen Seite gerade mal knapp 2 ½ Umdrehungen braucht – sehr sportlich.

Den vollständigen Test lesen Sie in der Mai-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 17. April 2018 im Handel gibt. Für Abonnenten natürlich schon eher.

Peter Lässig am 16.04.2018
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