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Test: Jeanneau Leader 30

Alle Achtung

Peter Lässig am 21.01.2018

Das fast 10 Meter lange Kajütboot mit 300-PS-Diesel-Innenborder zeigt sich von seiner sportlichen und komfortablen Seite.

Fotostrecke: Jeanneau Leader 30

Die französische Werft Jeanneau bie­tet aktuell drei Modellreihen von Kajütbooten an: Velasco, NC und
Leader. Zu letzteren zählt unser Testboot Leader 30, es ist das kleinste aus der Serie. Boote dieser Kategorie sollen sportlichen wie auch familiären Ansprüchen genügen, weshalb sie optisch auch mehr als Daycrui­ser konzipiert und mit einer Portion Luxus versehen sind.

Darüber hinaus legt die Werft Wert auf eine komfortable Ausstat­tung und glänzt mit intelligent umgesetz­ten Ideen, was insbesondere die Leader 30 von Mitbewerbern unterscheiden soll. Das Boot wird entweder mit einem Diesel von Volvo Penta oder auch mit einem oder zwei Ottomotoren von MerCrui­ser ausgestattet. Z-Antriebe mit Doppelpropellern bringen die Kraft ins Wasser.

Unser Testboot ist eines der ersten und unter großem Zeitdruck gefertigt worden. Verarbeitungstechnisch hat darunter besonders das gesamte Feintuning im Motorraum gelitten.

Das haben wir von Jeanneau schon besser gesehen. Bei der tech­nischen Installation kritisieren wir in erster Linie, dass Kabel und Schläuche auf unbehandelten Durchbrüchen scheuern. Das ist so nicht akzeptabel und wird als mangelhaft gewertet. Nichtsdestotrotz sieht man, dass Jeanneau versucht, dem selbst gestellten Anspruch gerecht zu werden. Die Kunststoffverarbeitung innen und außen sowie die Holzelemente samt Polstern können sich sehen lassen.

Fahren und Manövrieren

Wer die Leader 30 mit einem Motor bestellt, sollte auch Bugstrahlruder ankreuzen, damit An-, Ablegemanöver und längere Rückwärtsfahrten bei Seitenwind oder Querströmungen problemlos gelingen. Ohne Wind und Strömung fährt das Testboot ansonsten vor- und rückwärts dahin, wo es hinsoll. Beim Umsteuern von einer zur anderen Seite in Rückwärtsfahrt dauert es etwas, bis es eindreht, und in langsamer Vorausfahrt nehmen Personen, die im Boot den Platz wechseln, minimal Einfluss auf die Krängung. Die langsamen Passagen fahren wir mit maximal 1200 U/min oder 6 kn, damit die vom Boot erzeugten Wellen nicht stören.

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Peter Lässig am 21.01.2018
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