Jeanneau Leader 46 Jeanneau Leader 46

Test: Jeanneau Leader 46

Französische Luxusklasse

Peter Lässig am 28.12.2017

Jeanneau Leader 46 Ein identischer Rumpf in zwei Ausbau­versionen und mit zwei unter­schiedlichen Antriebs­­systemen – und alles nur mit einem Ziel: dem Einstieg in die Luxusklasse

Fotostrecke: Jeanneau Leader 46

Die französische Werft Jeanneau baut neben Segelbooten eine ansehnliche Modellpalette von Motorbooten für Außen- und Innenborder, die als Cap Camarat, Merry Fisher, Leader, NC und Velasco angeboten werden. Auch im Premiumsegment ist man unterwegs. Hier trägt das Produkt der Begierde den Markennamen Prestige. Nun galt es eine Brücke zu schlagen zwischen "normalen" und "Luxus"-Booten.

Mit der Leader 46 möchte Jeanneau Kunden erreichen, die sich nach Booten in der gehobenen Kategorie umschauen und sich auch für eine Prestige interessieren. Ohne den Namen zu tragen, soll sie eine kleine Prestige sein, sozusagen ein Prestige-Express-Cruiser, und den Einstieg in die Oberklasse erleichtern. Aus diesem Grund baut man Bug- und Eignerkabine auf nahezu gleichem Komfortlevel und stattet das Boot mit zwei ordentlichen Bädern samt WC aus.

Anstelle der im Wohnbereich angesiedelten Dinette kann die 46 aber auch mit einer dritten Kabine mit zwei Etagenbetten bestellt werden. Dann ordert man sinnvollerweise auch das ansonsten offene Cockpit unter dem Hardtop mit abschließbarer Heck-Glas­front, um den Raum als Salon zu nutzen. Diese Glasfront besteht aus einem großen Klappfenster samt Tür und lässt sich so öffnen, dass der Raum unter dem Hardtop und der Cockpitbereich im Freien eine Einheit bilden. Öffnet man dazu noch das große Schiebedach, wird die 46 fast zur Open.

Unter dem Dach ist vorn an Backbord ein Diwan platziert, der auch als Sitz für Beifahrer dient, gegenüber befindet sich der Fahrstand. Weiter nach achtern steht die U-Sitzbank mit Tisch und Cockpitbar. Im nicht überdachten Teil des Cockpits findet man eine Doppelsitzbank mit Tisch, die zur ansehnlichen Sonnenliege gewandelt werden kann. Der Clou ist der Freiluftgrill unter der hinteren Klappsitzbank, der von der Plattform aus bedient werden kann.

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Peter Lässig am 28.12.2017
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