Sturier DM 52 OC Sturier DM 52 OC

Test: Sturier DM 52 OC

Glanzstück aus den Niederlanden

Ralf Marquard am 04.12.2017

Sturier DM 52 OC: Nach dem Sandstrahlen durchläuft sie eine aufwendige Lackierprozedur. Heraus kommt ein Stahlboot der Oberklasse

Die Lackierung ist im Stahlbootbau neben den Schweißarbeiten ein ganz wichtiges Qualitätsmerkmal. Das reicht vom Sandstrahlen mit sofor­tiger Grundierungsschicht bei passender Luftfeuchtigkeit in einer klimatisierten Halle über Spachtelarbeiten und Zwischenanstriche bis zum Endlack.

Fotostrecke: Sturier DM 52 OC

Und auch hier, so erklärt uns Werftchef Auke van der Werf, wird bei Sturiër mügenau gearbeitet, um immer ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Herausgekommen ist nach unseren Eindrücken ein qualitativ hochwertiges Boot, was nicht nur für die Lackier- und Schweißarbeiten gilt, sondern für das gesamte Mobiliar und die Installationen. 

Im Motorraum stehen die beiden John Deeres auf soliden Fundamenten, die Leitungen und Schläuche liegen meist in Kabelbühnen und sind fest verstrapst. Die Dieselleitungen bestehen aus Rohren oder Schläuchen mit verpressten Anschlüssen. Doppelte Filteranlagen mit elektrischen Alarmgebern (für den Fall, dass sich zu viel Wasser in den Filtern befindet) sind ebenfalls ein Garant für einwandfreien Betrieb. Gleich gut präsentiert sich die E-Anlage mit elektrisch gesteuerten Hauptschaltern, die sich im Notfall auch per Hand bedienen lassen. Eine Feuer­löschanlage im Maschinenraum rundet die ganze Sache ab.

Erreichen lässt sich der Raum über eine Schotttür, die über den Heckstaukasten (Cockpit) zugänglich ist. Ein 1,80 m großer Techniker kann zwar nicht darin stehen, aber leicht gebückt erreicht er alle wichtigen Bauteile und Ag­gregate. Die gemessene Maximaltemperatur im Motorraum von 40 °C bei etwa 20 °C Luft- und Wassertemperatur ist ein Zeichen für ausreichende Belüftung.

Angesteuert werden die beiden Motoren über eine elektronische Doppelschaltung, die sich ebenso wie die hydraulische Lenkung leicht und exakt bedienen lässt.

Kuppelt man die Maschinen ein, drehen sie 700 U/min und schieben das Boot mit 3,6 kn durchs Wasser, was für Hafen­gebiete noch gerade so passt. Strecken­läufern empfiehlt die Werft etwa 8,5 kn (1750 U/min). Das liegt etwa 1 kn unter der theoretischen Rumpfgeschwindigkeit und ergibt nach unseren Messungen einen Verbrauch von 2,6 l/sm. Daraus errechnet sich mit einem Tankinhalt von 2700 Litern eine Reichweite von beachtlichen 875 sm plus 15 % Reserve.

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Ralf Marquard am 04.12.2017
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