Technohull seaDNA 999 G5 Technohull seaDNA 999 G5

Test: Technohull seaDNA 999G5

Gummi geben

Dieter Wanke am 11.08.2017

Die Technohull bietet mit ihrem schnittigen Stufenrumpf mit tiefem V enorm viel Platz bei maximalem Fahrvergnügen

Das Kürzel G5 im Namen des Hochleistungs-RIBs seaDNA 999 steht für die fünfte Generation – und in diese sind signifikante Änderungen ein­geflossen.

Der Rumpf ist für so einen Flitzer das entscheidende Bauteil. Er wurde ursprünglich in Zusammenarbeit mit dem britischen Spezialisten Adam Younger entwickelt. Das Ergebnis gehört zu den Leckerbissen des Segments.

Zu den Modifikationen bei der G5 zählt unter anderem, dass Deck und Heckbereich zu einem Teil zusammengelegt wurden. Das bringt Vorteile bei Produktion und Stabilität. Die Rümpfe werden nur noch mit Vinylesterharz laminiert, vorher war auch Polyester bestellbar. Bei den Stringern – nun mit Schaumkernen – kommt ebenfalls das hochwertige Harz zum Einsatz. So sind sie elastischer und halten hohen Belastungen besser stand.

Fotostrecke: Technohull seaDNA 999G5

Durch das Harz wird Osmose vermieden, da es auf Epoxidmolekülen basiert. Im Gegensatz zu Epoxy kann Vinylester direkt mit einem Gelcoat kombiniert werden, was die Pflege erleichtert. Außerdem hat die G5 dickere Schläuche (55 cm) aus Orca 866 mit über 40 Farben.

Sie ist insgesamt höher als das Urmodell, was den Aufenthalt im Cockpit insbesondere bei ruppigen Bedingungen noch sicherer macht.

Auch die Tankbefestigung wurde geändert. Das Reservoir liegt nun in einer mit Schaum gepolsterten Sperrholzwanne, was Schäden durch Schläge verhindert.

Die Werft versteht sich als Manufaktur. Eine Technohull kann sich deshalb jeder nach eigenen Vorstellungen bauen lassen. Grundlage ist ein Modulsystem, das bei der seaDNA 999 aus drei Bugformen – "Cabin", "Delta" und "Open" – sowie den vier Heckvarianten "Inboard", "Classic Sun Deck", "Straight" sowie "U-Shape" besteht. Das Testboot basiert auf den Modulen "Open" und "U-Shape". Vor der Zen­tralkonsole befindet sich die u-förmige Sitzgruppe – wahlweise mit Tisch.

Den kompletten Testbericht finden Sie in der September-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 16.08.2017 im Handel gibt.

BOOTE 9/17

BOOTE 9/17

Dieter Wanke am 11.08.2017
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