Monte Carlo 4S Monte Carlo 4S

Test: Beneteau MC 4S

Flybridge light

Peter Lässig am 21.08.2016

Die Beneteau Monte Carlo 4S setzt mit ihrer speziellen Dachkonstruktion sportliche Akzente. Unser Testrevier war das Mittelmeer vor Palma de Mallorca.

Beneteau ist einer der größten Motorboothersteller in Europa und vereint unterschiedliche Fabrikate unter seinem Dach. Dazu zählt auch eine wahre "Edelschmiede" oder auch Luxusabteilung, in der Boote für den anspruchsvollen und besonderen Geschmack gebaut werden. Es handelt sich hierbei um Monte Carlo, eine Werft, die nach wie vor in Italien beheimatet und eigentlich auf größere Kaliber ab 65 Fuß Länge aufwärts spezialisiert ist.

Monte Carlo 4S

Test Monte Carlo 4S

Was sprach also dagegen, die Modellreihe auch nach unten zu ergänzen, den Booten das yachtähnliche Design zu verpassen und dann unter Beneteau zu vermarkten – ohne den direkten Bezug. Etwas Abstand sollte schon gewahrt bleiben, auch, wenn die kleinen Monte Carlo in Frankreich gebaut werden.

Dass dabei etwas Ordentliches, um nicht zu sagen ein Hingucker, geworden ist, haben wir schon im Januar-Heft letzten Jahres gezeigt, als wir die beiden Monte Carlo 4 und 5 einem Vergleich – "FEINER UNTERSCHIED" – unterzogen haben. Nur, da handelte es sich um die Flybridge-Versionen. Jetzt befindet sich die MC4 mit dem Zusatz "S" in unserem Fokus. Die sportliche Ausgabe, bei der man hinsichtlich des Erscheinungsbildes unterschiedlicher Meinung sein kann, ob es sich um ein Boot mit Flybridge oder, wie die Werft sagt, mit Hardtop handelt, oder ob man es nicht einfach Coupé nennt.

Fahren: Kabbelwasser ist für den Rumpf keine Herausforderung. Gegen Wind und Wellen zu fahren, macht Spaß und sorgt für eine nasse Windschutzscheibe, womit die Scheiben- wischer aber keine Mühe haben. 

Unsere MC4S ist wie die damalige MC4 mit den gleichen Motoren und Antrieben bestückt: zwei Volvo Penta IPS500 mit je 370 PS. Und da hätten wir uns etwas mehr versprochen, ohne Fly heißt ja auch weni- ger Gewicht. Nicht ganz, denn auf dem Papier sind es mal eben 630 kg, die unser Testboot weniger verdrängt – und das ist jovial gesagt so viel, als wären die Getränkevorräte geleert. Das sollte sich in den Fahrwerten spiegeln. 

Edles Material und feine Linien machen die MC4S zum Hingucker

Nur, zu unserer Überraschung, war die MC4 mit Fly stets einen Ticken schneller unterwegs. Dafür kann man nun aber mit der MC4S weiter fahren, da man die Tankkapazität um etwa 300 l erhöht hat. Trotzdem reicht es nicht, unsere Mindestreichweiten-Forderung zu erfüllen.

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Peter Lässig am 21.08.2016
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