Axopar 37 TT Axopar 37 TT

Test: Axopar 37 TT

Finnen in Fahrt

Pater Lässig am 04.06.2017

Axopar 37 T-Top: Ein Newcomer aus Skandinavien setzt Maßstäbe. Seine Boote sind resistent gegen Rauwasser und dampfen Entfernungen gehörig ein.

Fotostrecke: Axopar 37 TT

Von den Skandinaviern und besonders von den Finnen ist man Boote mit dem gewissen Etwas gewohnt. So auch von Axopar. Der Hersteller bietet momentan drei Modelle an – 24, 28 und 37 (Fuß) –, die jeweils nur für Außenbordmotoren vorgesehen sind.

Es ist nicht alltäglich, dass ein Newcomer gleich so erfolgreich ist und schon beim ersten Auftritt – mit der Axopar 28 – den so wichtigen Preis European Powerboat of the Year 2016 erhält. 

Das spornte offensichtlich an. Vorläufiges Ergebnis ist die 37-Fuß-Baureihe, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich ist: offen, mit Hardtop und Kabinen vorn oder mit rundum geschlossenem Aufbau. Das lässt sich je nach Modell durch eine Cockpitpantry oder eine Achterkabine ergänzen. Als Antrieb empfiehlt die Werft entweder einen oder zwei Mercury-Motoren von 350 PS bis maximal 700 PS.

Wir fahren die Axopar 37 T-Top mit festem Bimini in T-Form. Am Heck stemmen zwei Mercury Verado jeweils 350 PS auf die links- und rechtsdrehenden Edelstahlpropeller. Unser Revier ist die süd­liche Küste von Mallorca, der Ausgangspunkt der Hafen Calanova. Das Testboot beherbergt unter der Sonnenliege vorn eine Kabine mit zwei Kojen, Toilette und Pantry.

Der Fahrer sitzt vor dem Fahrstand in der Mitte zwischen den Bei­fahrern; von dort hat er alles im Blick be­ziehungsweise im Griff.

Die drei Sitze können um 180° gedreht werden, um mit den gegenüber sitzenden Personen (maximal vier) am Tisch speisen zu können. Ein vorläu­figes Testfazit: Der Fahrersitz soll laut Werft künftig nur noch in Längsrichtung verstellbar sein, denn der gesamte Mechanismus zum Drehen und Verschieben gab bei den Extremmanövern (180°-Wenden, Hakenschlagen) in der Struktur etwas nach.

Der Rumpf der Axopar 37 ist in drei Segmente unterteilt, die durch zwei quer verlaufende Stufen getrennt sind. Der senkrechte, messerförmige Bug geht in einen scharf geschnittenen V-Rumpf über, der nach achtern allmählich abflacht und mit längs verlaufenden Gleitstufen bestückt ist.

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Pater Lässig am 04.06.2017
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