Delta 26 Open Delta 26 Open

Test: Delta 26 Open

Das Designerstück aus Schweden

Sebastian Gollasch am 15.08.2016

Dieser edle schwedische Daycruiser verbindet futuristisches Design mit allen Vorzügen eines „normalen“ Bootes der Kategorie.

Mit ihren 8,10 m Länge ist die 26 Open das kleinste Modell des schwedischen Herstellers Delta Powerboats und damit gleichzeitig das Einsteigermodell. Die Schweden bauen hochwertige Motorboote und -yachten in den Größen 26, 29, 33, 34, 40, 54 und 80 Fuß. Beim Design gleichen sich wieder alle Modelle. Gerade Linien und symmetrische Flächen dominieren die Optik. Auf den ersten Blick wirkt die 26 Open "nackt" und steril.

Zugelassen ist die Delta 26 Open für maximal sechs Personen oder eine Zuladung von bis zu 760 Kilogramm. 

Das liegt aber daran, dass der Designer den Küchenblock wie auch die Reling versteckt, beziehungsweise nicht so präsent untergebracht hat. Zugelassen ist die 26 Open für maximal sechs Personen oder eine Zuladung von bis zu 760 kg. Als Fahrgebiet nennt die Werft Binnenreviere und küstennahe Gewässer, was der CE-Kategorie C entspricht.

Soll die Open mal auf dem Landweg transportiert werden, ist das dank 2200 kg Leergewicht mit einem 3500 kg Trailer locker möglich. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass man die Beantragung der Ausnahmegenehmigung wegen der 2,60 m Breite nicht vergessen sollte, um einen längeren unplanmäßigen Stopp durch die Polizei oder das BAG zu vermeiden.

Der Volvo Penta D3-Diesel beschleunigt das Boot ohne große Probleme oder Sichteinschänkungen von Verdränger- in Gleitfahrt.

Bei der Motorisierung hat der Skipper die Wahl zwischen je einem Benziner und Diesel. Beide Maschinen kommen aus dem Hause Volvo Penta. Der D3 (Diesel) leistet rund 220 PS und kostet, gegenüber dem GXI 5.7-Benziner mit seinen 320 PS, 5100 € mehr. Die Leistung wird bei beiden Maschinen mittels DPS (Duo-Prop-System) Z-Antrieb und Edelstahlpropeller in Schub umgesetzt. Bei unserem Testboot hat der Besitzer sich für den D3 entschieden. Dieser beschleunigt das Boot ohne große Probleme oder Sichteinschänkungen von Verdränger in Gleitfahrt.

Die kleinste Gleitfahrt haben wir bei 2300 U/ min ermittelt. Nur 200 U/min höher, nämlich bei 2500 U/min, liegt die wirtschaftlichste Gleitfahrt. So unterwegs gibt es weder Wippen noch ein „Ausreißen" vom angelegten Kurs. Auch ist die Sicht zu allen Seiten hin gut.

Der Verbrauch beläuft sich dabei auf 0,95 l/sm. Legt man den Hebel auf den Tisch, erreicht die Open bei unserem Test eine Höchstgeschwindigkeit von 37 kn. Der Verbrauch des D3 beträgt dann 1,21 l/sm, und die Reichweite sinkt von 178 sm bei 2500 U/min auf 141 sm. Heißt also, nach 3 Stunden und 51 Minuten unter Volllast ist Nachtanken angesagt, um die 15-%-Reserve zu schonen. Im wirtschaftlichen Bereich kann man 8 Stunden, 30 Minuten nonstop fahren, bis die 200 l Tankfüllung bis auf die Reserve leergefahren ist. 

Der Volvo Penta D3-220 bringt die Delta auf eine Höchstgeschwindigkeit von 37 kn. Aus dem Wasser gelangt man bequem über eine dreistufige Badeleiter. Unter Deck verfügt die Delta über eine Doppelkoje und einen WC-Raum. Die Heckbank lässt sich zur Sonnenliege umbauen und aus der Fahrer- sowie Beifahrersitzbank wird nach dem Umklappen ein Küchenblock. 

Zu den Extremfahrmanövern kann man sagen: alles wie erwartet. Der Rumpf reagiert in allen Situationen sicher und setzt alle Steuerbefehle direkt um. Für den Rauwassertest nutzten wir die Heckwellen von anderen Sportbooten und auch hier alles wie erwartet. Die Delta gleitet sanft über die Wellen, egal, ob von vorn oder der Seite, das Spritzwasser wird vom Rumpf im flachen Winkel abgewiesen, sodass man an Bord trockenbleibt. 

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Sebastian Gollasch am 15.08.2016
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