Jaguar 58 Jaguar 58

Test: Jaguar 48

Luxus mal Zwei

Dieter Wanke am 21.03.2017

Jaguar JC48: Ein Langstreckenläufer für hohe Ansprüche. Der Powerkat ist eine Klasse für sich. Luxus wird hier großgeschrieben

Yachten wie die Jaguar JC48 gehören zu den Raritäten auf dem Bootsmarkt. Und damit ist nicht nur gemeint, dass es sich um einen Motorkatamaran handelt. Das Gesamtkonzept – ein durchweg luxuriös ausgestatteter Powerkat, mit dem auch die flotte Gangart eingelegt werden kann – macht die Yacht zu einem speziellen Erlebnis. Entwickelt wurde der Exot unter englischer Federführung gemeinsam mit einer Partnerwerft in China, die das Boot auch baut.

Treibende Kraft hinter dem Projekt ist Nigel Hoggett, der ehemalige Vertriebsmann der ersten Powerkats von Lagoon in England. Nach deren Einstellung klaffte im Segment der leistungsstarken Kata­marane eine Lücke, und die woll­te man schließen.

Ein Flybridge-Motorkatamaran sollte es sein. Mit der Entwicklung einer flotten Linienführung wurde der bekannte britische Bootsdesigner Bill Dixon beauftragt, der unter anderem auch die neuen Modelle von Sealine gezeichnet hat. Das Ergebnis erblickte 2014 in Form der Jaguar JC48 das Licht der Bootswelt. Eine JC56 und Trawler-Modelle sollen bald folgen.

Schon auf den ersten Blick nimmt die JC48 eine Sonderstellung unter den Katamaranen ein, denn derart schnittige Li­nien der Aufbauten findet man kein zweites Mal. Oft wirken die Doppelrümpfer etwas schwerfällig und voluminös. Die Jaguar tritt dagegen überaus sportlich und agil auf.

Schon die Serienausstattung hat es in sich. Vom Teakdeck bis zum Generator ist alles an Bord. Der Luxus hat aber auch seinen Preis. Knapp 1,1 Millionen Euro verlangt die Werft für das Boot in der groß­zügig ausgestatt­eten Basisversion. Da es ausschließlich als Motorkatamaran konzipiert wurde, sind die Gangborde nur so breit wie nötig. Der gewonnene Raum kommt dem Salon zugute.

Entsprechend groß ist das Platzangebot auf dem durchgehenden Hauptdeck. Im überdachten Cockpit gibt es eine breite Sitzgruppe mit feinem Holztisch. Statt dem typischen Netz zwischen den Rümpfen im Bug ist ein durchgehendes GFK-Deck vorhanden, das mit einer weiteren Bestuhlung zum Sonnenbad einlädt.

Im Salon trifft man an Backbord zunächst auf die Pantry, die wie die edle Ein­bauküche eines Luxusapartments erscheint. Ein Elektroherd mit Ceranfeld, ein Kühlschrank und die Doppelspüle sind in die feine Arbeitsplatte aus wuch­tigem Steinimitat eingelassen.

Den kompletten Fahrbericht finden Sie in der aktuellen April-Ausgabe, die es ab dem 22.3.2017 im Handel gibt.

Fotostrecke: Jaguar

Dieter Wanke am 21.03.2017
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