Polieren ohne Schlieren Polieren ohne Schlieren

Werkstatt: Polieren wie die Profis

Polieren ohne Schlieren

Ralf Marquard am 17.03.2017

Wir zeigen Ihnen, wie der Fachmann Gelcoat-Auskreidungen und matte Lackflächen wieder zum Glänzen bringt.

Saisonstart! Jetzt gilt es nicht nur das Boot technisch auf Vordermann zu bringen, sondern auch die Außenhaut wieder schick zu machen. Der größte Feind von Oberflächen ist die UV-Strahlung, die für das Auskreiden von Gelcoat und das Verwittern von Lackschichten verantwortlich ist. Dabei treten kleine Farb- oder Gelcoat-Teilchen hervor; die Anstriche werden matt und rau, sodass sich Schmutzpartikel leichter darauf festsetzen können.

Um derart unansehnliche Oberflächen in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, muss man sie bearbeiten. Dafür gibt es zwei Arten von Poliermitteln:

Polituren, die nur wenig von der Oberfläche abtragen, sondern mit Bestandteilen wie beispielsweise Wachs die Löcher auffüllen und eine glänzende Schicht bilden. Diese Produkte lassen sich schnell und unkompliziert verarbeiten. Nachteil ist jedoch, dass die Versiegelung meist nicht die gesamte Saison hält und man den Poliervorgang wiederholen muss.

Profipolituren, die mit unterschiedlich großen Schmirgelkörnern in der Flüssigkeit oder Paste die Unebenheiten abtragen. Dadurch werden die Oberflächen wirklich wieder glatt und glänzend. Für diese Arbeit benötigt man jedoch wesentlich mehr Zeit, und eine abschließende Versiegelung, beispielsweise mit einem Wachs, ist ebenfalls erforderlich. Großer Vorteil: die Standfestigkeit über die gesamte Saison.

Wie man diese Arbeiten richtig durchführt, zeigen wir anhand der Polierprodukte aus dem Hause Sea Line; als Helfer stehen uns die Maschinen der Firma Rupes zur Verfügung.
Grundsätzlich gilt: Je verwitterter oder rauer eine Oberfläche ist, desto gröber müssen die Schleifmittel der Politur sein.

Zwischen den Korngrößen und dem erzielbaren Glanzgrad besteht ein direkter Zusammenhang (siehe dazu die Tabelle auf Seite 82). Um einen möglichst hohen Glanzgrad zu erreichen, müssen wir also vom groben Poliermittel Schritt für Schritt auf ein feineres umsteigen.

Bei sehr starken Verwitterungen arbeiten Profis mit groben Mitteln, um im ersten Schritt einen Teil des Altanstrichs ab­zu­tragen. Der Do-it-yourself-Polierer sollte mit diesen Pasten jedoch vorsichtig zu Werke gehen, damit er nicht zu viel von der Gelcoat- oder Lackschicht abnimmt – und dann im schlimmsten Fall auf Laminat oder Grundierung stößt!

Den vollständigen Bericht zum Thema "Polieren ohne Schlieren" finden Sie in der aktuellen BOOTE-Ausgabe, die es ab dem 22.3.2017 im Handel gibt.

Fotostrecke: Polieren

Ralf Marquard am 17.03.2017
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