Speyer Speyer

Revier: Oberrhein

Die Domstädte Speyer, Worms und Mainz

Christian Tiedt am 10.01.2016

Am Oberrhein reihen sich drei Städte mit mächtigen Kirchenbauten aneinander – Pflichtprogramm bei jedem Törn auf Deutschlands „Strom der Sagen“.

Was verbindet Speyer, Worms und Mainz? Natürlich der Rhein. Doch es ist nicht der sagenumwobene Strom allein, der diese Beziehung so einzigartig macht: Die großen romanischen Kaiserdome prägen die Stadtsilhouetten des Rheintrios maßgeblich und strotzen inbrünstig mit der prachtvollen Baukunst vergangener Tage und dem Stolz ihrer Herrscher. Heute verwöhnen jede Menge Kunst, Kultur und kulinarische Versuchungen den Besucher in jeder Stadt aufs Neue.

Wir haben die drei Städte zwischen den Stromkilometern 400 und 500 von Süd nach Nord für sie erkundet und zeigen ihnen spannende Museen, urige Lokale zum gemütlichen Einkehren – und Orte der stillen Einkehr. Dazu bekommen Sie wie immer Informationen, wo Sie als Gastlieger festmachen können und was zu beachten ist. Lassen Sie sich treiben!

>>> SPEYER: BAUKUNST UND BRAUKUNST

Die kleinste Stadt des rheinischen Trios ist Speyer. Schon von den Römern als Novimagus gegründet, ist sie eine der ältesten Deutschlands. Im Technik-Museum kommt man aus dem Staunen so schnell nicht mehr heraus. Um ein paar Höhepunkte zu nennen: eine begehbare Boeing 747, die über dem Gelände zu schweben scheint, das russische Spaceshuttle "Buran" oder die "John T. Essberger", ein Seenotkreuzer der 44-m-Klasse.

Die Hausbrauerei Domhof ist eine gute Möglichkeit, sich nach dem Museumsbesuch bei leckerem Essen mit regionalen Spezialitäten und ausgezeichnetem Bier zu stärken und auf das eigentliche Highlight einzustimmen – den Dom gleich nebenan.

Der Dom zu Speyer, Baubeginn im Jahr 1025, ist seit 1981 UNESCO-Weltkulturerbe und das romanische Wahrzeichen der Stadt. Wir empfehlen, eine Führung durch den Kaisersaal mit seinen monumentalen Fresken und anschließender Besteigung der Aussichtsplattform zu buchen. Der Blick über Stadt, Land und Fluss ist grandios.  

Das Altpörtel, eines der schönsten Stadttore Deutschlands, gehört ebenso zu einem Bummel durch die Altstadt Speyers, wie ein Besuch der barocken Dreifaltigkeitskirche. Die müden Füsse lassen sich zwischendurch oder am Ende des Tages wunderbar am idyllischen Rheinstrand am rechten Ufer abkühlen. Das Brezelfest am zweiten Wochenende im Juli ist – nach eigener Angabe – das größte Volksfest am Oberrhein. Gute Laune ist garantiert!

Der moderne Yachthafen Speyer auf dem linken Ufer bei Rhein-Kilometer 400 liegt nur einen Steinwurf von der Altstadt entfernt. Eine telefonische Anmeldung ist erforderlich, um einen der 30 Gästeplätze zugewiesen zu bekommen. Das Ticket, das gleichzeitig als Schlüssel für die Anlage dient, erhält man im Automaten. Die Preise unterscheiden sich vom Kurzzeitliegeplatz (3 Stunden für 5 €), Tageslieger (bis 18:00 Uhr für 10 €) und der Übernachtung für 20 €. Bootslänge spielt keine Rolle. Die Preise beinhalten Strom, Wasser und Dusche. Tel. 0152-34 03 25 37.

Im Hafen gibt es mit dem "Rays" ein gehobenes Restaurant sowie die Pizzeria "Porto Vecchio". Falls das Wetter nicht mitspielen sollte, bietet sich der Besuch im  Aquarium Sea Life  an, das ebenfalls am Hafen liegt. Versorgung: Ein Supermarkt von Lidl und eine Straßentankstelle sind zu Fuß jeweils etwa zehn Minuten entfernt. 

>>> DAS GANZEN REVIERPORTRÄT ÜBER SPEYER, WORMS UND MAINZ LESEN SIE IN DER AKTUELLEN FEBRUAR-AUSGABE 2016 VON BOOTE.

Christian Tiedt am 10.01.2016
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