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Reise

Transitstrecke

Jürgen Straßburger am 14.02.2017

Von der Elbe zur Oder: Unser Törn ist gespickt mit Revieren, die auch für sich einen kompletten Bootsurlaub wert sind – Hauptstadtbesuch inklusive

Kurs Ost, Richtung Oder: Der Sportboot­­hafen Haldensleben (MLK-km 300,0 LU) ist der letzte Hafen am Mittellandkanal vor dem spektakulären Wasserstraßenkreuz in Magdeburg. Ein Gasthafen vom Feinsten, bietet er doch alles, was Skipper und Crew brauchen. Zum Supermarkt sind es 500 m.

Auch das Städtchen kann sich sehen lassen: Eine fast vollständig erhaltene Stadtmauer „beschützt“ die Altstadt mit ihren schönen Fachwerkhäusern. Und vorm Rathaus findet sich die einzige sitzende Rolandfigur Europas. Der Haldensleber Roland sitzt allerdings nicht einfach nur rum, sondern hoch zu Ross. Nebenbei: Eine Rolandsfigur ist seit dem Mittelalter Sinnbild für Stadtrechte.

Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg liegt 22 Kanalkilometer östlich von Haldensleben. Wer mag, kann zwei Kilometer westlich der Kanalbrücke in den Rothenseer Verbindungskanal abbiegen und erreicht nach elf Kilometer langer Bergfahrt auf der Elbe Sachsen-Anhalts Hauptstadt Magdeburg.

Die Kanalbrücke über die Elbe macht den Kick des Wasserstraßenkreuzes aus. Dieser gewaltige Stahltrog, der den Mittellandkanal Richtung Elbe-Havel-Kanal fortsetzt, ist 918 m lang und 43 m breit – und damit die längste Kanalbrücke Europas.

Bei der Elbquerung im Trog beeindrucken vor allem die mächtigen Turmpaare, die die Übergänge zwischen Strom und Vorlandbrücke beziehungsweise Kanal und Brücke markieren.

Wenig unterhalb der Schleuse Hohenwarthe geht der Mittellandkanal in den Elbe-Havel-Kanal über. Da die Kilome­trierung des Mittellandkanals fortgesetzt wird, würde das niemand merken, stünde nicht an der ersten Straßenbrücke unterhalb der Schleuse ein entsprechender Hinweis: „Elbe-Havel-Kanal“.

Fotostrecke: Elbe-Oder

Wenig später lockt bei sommerlichen Temperaturen ein Bad im Niegripper See (Zufahrt EHK-km 329,8 RU). Perfekte Ankerplätze finden sich am Nordufer vor dem Strand des Campingplatzes. Müde von Wasser und Sonne geht’s vom See in den Niegripper Altkanal, auf dem man in östlicher Richtung fahrend nach rund einem Kilometer den Hafen des TuS Empor Burg erreicht. Grün ist es hier und fast unheimlich ruhig. Burg, die Stadt der Türme, ist gut vier Kilometer entfernt. Bord- oder Leihfahrräder (beim Verein zu bekommen) sind hier gefragt, und schon kann es losgehen.

Die gesamte Reportage über den Elbe-Oder-Törn finden Sie in der aktuellen März-Ausgabe von BOOTE.

Jürgen Straßburger am 14.02.2017
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