Frankfurt Frankfurt

Revier: Main

Von Bamberg nach „Mainhattan“

Dieter Wanke am 01.12.2016

Ein Törn mit großer Vielfalt: Der Fluss führt durch eine moderne Weltstadt und schöne Landschaften, zu Weinbergen und alten Residenzen

Kurvenreich schlängelt sich der Main aus seinen Quellgebieten im Fichtelgebirge und der Fränkischen Alb durch die Mittelgebirge, dann von Bamberg bis Aschaffenburg durch die idyllischen Weinbaugebiete Frankens, um nach dem Passieren der hessischen Landesgrenze auf seinen letzten Windungen in den Rhein zu fließen. Entsprechend viel Abwechslung bietet der Törn. Neben der Metropole Frankfurt und zahlreichen alten Fürstenresidenzen wie Hanau oder Würzburg warten beschauliche Orte mit langer Weinbautradition, gemütlichen Heckenwirtschaften und zünftigem Essen.

Der Main war schon bei den Kelten eine wichtige Wasserstraße für den Gütertransport. An seiner Mündung in den Rhein errichteten die Römer ihr Lager Mogon­tiacum, das heutige Mainz. 

Um den strömungsreichen Fluss mit wechselnden Wasserständen zu zähmen, wurde 1883 beschlossen, zwischen der Mündung und Frankfurt fünf Stauwerke zu errichten. Der Ausbau wurde fortgesetzt. Erst 1962 waren die Arbeiten am letzten Abschnitt von Schweinfurt bis Bamberg abgeschlossen. Seitdem hat der Main 34 Schleusen. Durch die Ergänzung mit dem Main-Donau-Kanal wurde er 1992 wieder ein Teilstück von durchgängigen Binnenwasserstraßen zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Der Fluss lässt sich auch gut in Etappen be­wältigen. Schon an einem langen Wochenende ist viel zu erkunden.

Marinas gibt es in Hülle und Fülle. Auch Chartern geht. Wer an Land übernachten will, findet auf zahlreichen Campingplätzen, in Pensionen und Hotels eine Unterkunft.

Fast an der Mündung, bei km 1,2, be­findet sich das Rhein-Main Bootscenter Winkel & Rehorst (www.boote-winkel.de) mit Sliprampe und Kran. Ein idealer Startpunkt, um noch schnell im Oppenheimer Hafen am Rhein den Tank zu füllen, denn die einzige Tankstelle auf dem Main liegt in Eibelstadt, ansonsten geht nur Kanisterbetankung. Bald kommen die Stege des Yacht Clubs Untermain in Raunheim in Sicht, aber die meisten werden wohl auch Höchst passieren und Frankfurt am Main als erstes Ziel anlaufen. Die Übernachtung in der modernen Marina Westhafen (www.marina-westhafen.eu) sollte man sich nicht entgehen lassen. Um die Metropole mit ihrem enormen Angebot an Museen, Unterhaltung und kulinarischer Vielfalt zu erkunden, ist ein mehrtägiger Stopp ratsam. 

DAS GESAMTE REVIERPORTRÄT ÜBER DEN MAIN FINDEN SIE IN DER AKTUELLEN BOOTE-AUSGABE VOM JANUAR 2017.

Dieter Wanke am 01.12.2016
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