Liparische Inseln Liparische Inseln

Revier: Liparische Inseln / Italien

Rauchzeichen

Jürgen Straßburger am 10.04.2018

Ein Törn durch die Liparischen Inseln nördlich von Sizilien findet auf Stromboli seinen spektakulären Höhepunkt

Anlass unserer Tour durch die Liparischen Inseln, die auch Äolische Inseln genannt werden, war die Eröffnung der Marina Capo d’Orlando im Sommer letzten Jahres. Die Full-Service- Anlage mit 535 Liegeplätzen wird von MPN Marinas (www.mpnmarinas.eu) betrieben und ist einer von derzeit acht italienischen Sportboothäfen des Unternehmens: Drei liegen an der adriatischen Küste von Venedig bis Rodi Garganico, fünf an der tyrrhenischen Seite von Cecina über Rom bis Marsala im Westen Siziliens – und eben  Capo d’Orlando an der sizi-
lianischen Nordküste. Mit der Eröffnung von Capo d’Orlando erschließt MPN Marinas nicht nur die Nordküste Siziliens und die Straße von Messina, sondern auch die Liparischen Inseln, deren südlichste, Vulcano, nur rund 20 Seemeilen entfernt liegt.

Also führt die erste Etappe an die Ostküste Vulcanos, in den Porto di Levante, der guten Schutz vor den im Sommer vorherrschenden Winden aus Nordwest bis West bietet.

Südlich der Fährmole befindet sich das Centro Nautico Baia Levante, dessen Schwimmstege rund 150 Liegeplätze mit Wasser, Strom, Duschen, WC und WLAN bieten. Im betriebsamen Städtchen gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten, Cafés und Restaurants. Rund 500 m nördlich der Fähre liegt die Marina di Vulcanello (www.marinadivulcanello.com), mit rund 90 Liegeplätzen an einem Schwimmsteg sowie in einem 1500 Quadratmeter großen Bojenfeld davor. Die Steganlagen verfügen auch hier über Wasser, Strom, Duschen, WC und WLAN.

Schon beim Anlegen im Porto di Levante schlägt der Crew ein faulig-schwefeliger Geruch entgegen: Am Fuß der Fährmole öffnet sich unterhalb eines bizarren Felsens ein Schwefelschlammbad, die Fanghi di Vulcano. Für drei Euro darf man ein Bad nehmen, sollte aber wissen, dass das besondere Aroma lange auf der Haut und noch länger in Kleidern haftet. Aber was soll’s? schließlich wird dem Schlamm heilende Wirkung zugeschrieben.

Zur Reinigung steigt man über ein paar Treppenstufen nebenan ins Meer, wo unterirdische Quellen heißes Wasser an die Oberfläche sprudeln lassen. Die Wunschtemperatur lässt sich durch Veränderung der eigenen Position "einstellen".

Crews, die gut zu Fuß sind, steigen durch eine Mondlandschaft ohne jede Vegetation über einen kurvigen Kiesweg zum Rand des "Großen Kraters" hinauf. Je nach Fitness braucht man für den Aufstieg 1 bis 1,5 Stunden. Kopfbedeckung und Trinkwasser nicht vergessen!

Sollte der Wind östlich einfallen, empfiehlt sich der Porto di Ponente zum Ankern, eine Bucht auf der Westseite der Insel, mit grobem Sandgrund bei bis zu zehn Metern Wassertiefe. Der Krater des Vul-
kans scheint hier zum Greifen nah.

Das gesamte Revierporträt über die Liparischen Inseln lesen Sie in der Mai-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 17. April 2018 im Handel gibt. Abonnenten natürlich schon eher.

Jürgen Straßburger am 10.04.2018
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