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Reise: Mitteldalmatien / Kroatien

Große Auswahl, kleine Preise

Torsten Moench am 15.11.2016

Eine Kroatien-Charter muss nicht teuer sein. Wir besuchten die Inseln Mitteldalmatiens in der Nachsaison. Fazit: Keine Hitze, keine Hektik, faire Preise.

Kroatien steht auf den Wunschlisten vieler Charterskipper ganz oben. Zu Recht. Kaum ein europäisches Revier ist so gut erreichbar, bietet eine derartige Vielfalt, traumhafte Ankerbuchten sowie perfekte Infrastruktur. Einzig die ständig steigenden Preise lassen den ein oder anderen Skipper zweifeln.

Je nach Bootsgröße kommen schnell 10 000 Euro oder mehr für einen einwöchigen Bootsurlaub zusammen. Doch das muss nicht sein. Wer früh bucht, pfiffig plant und statt in den Sommermonaten die Vor- oder Nachsaison wählt, kann viel Geld sparen. So machten wir uns in den vergangenen Herbstferien auf zum Selbstversuch. Was bietet, und vor allem kostet, eine einwöchige Kroatien-Charter für eine  siebenköpfige Crew in der Nachsaison?

Um unsere Mannschaft, bestehend aus drei Erwachsenen und vier Teenagern zwischen 13 und 18 Jahren, artgerecht unterzubringen, wählten wir einen Katamaran von "The Moorings" mit dem Ausgangshafen Marina Agana in Mitteldalmatien. Katamarane wie die Moorings 514 PC bieten den unschätzbaren Vorteil einer getrennten Unterbringung in zwei Rümpfen. In unserem Fall residierten die "jungen Leute" im Backbordrumpf, während es sich die "älteren Semester" in den zwei Kabinen des Steuerbordrumpfes gemütlich machten.

Der Törn

Von Agana aus starten wir morgens bei bedecktem Himmel zur rund zehn Seemeilen entfernten Insel Drvenik Veli. Dort liegt am Ostufer die sogenannte "Blaue Lagune". Ihren Namen verdankt die Bucht ihrem türkis-bläulich schimmernden Wasser. Wo in der Hochsaison bis zu hundert Boote dicht an dicht liegen, haben wir die freie Platzwahl. Außer "Asterix" liegen gerade mal drei weitere Boote vor Anker. Wie bestellt, reißt nach wenigen Minuten der Himmel auf, und wir genießen erstmals die kroatische Herbstsonne.

Nach dem Bade- und Schnorchelstopp gehts weiter entlang der Küste Šoltas Richtung Brač. Der zwischenzeitlich eingeholte Wetterbericht verheißt jedoch nichts Gutes. Ein durchziehendes Regengebiet soll nachts und am nächsten Tag ausgiebige Niederschläge und Gewitterböen mit bis zu sechs Beaufort bringen.

Für den von uns befürchteten Zwangshafentag scheint uns von allen Anlaufmöglichkeiten auf unserer Route der Hafen von Milna auf Brač die beste Alternative.

Neben seiner geschützten Lage am Ende eines tiefen Landeinschnittes bietet Milna eine komfortable ACI-Marina (140 Liegeplätze) sowie Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Bars. Hier zeigt sich die Nebensaison von ihrer besten Seite: Die ACI-Marina Milna bietet zu dieser Jahreszeit viele freie Plätze, sodass genügend Raum zum Manövrieren mit unserem fast 16 Meter langen und knapp acht Meter breiten Katamaran bleibt.

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Torsten Moench am 15.11.2016
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