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Skandinavien

Finnland: Saimaa-Seengebiet

Christian Tiedt am 16.02.2011

Auf den Wasserflächen Südfinnlands gehen die Uhren anders. Der Saimaa-See strahlt diese Ruhe aus. Ein Chartertörn zwischen Natur, Kunst und Kultur.

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Einsamkeit am Bootsanleger der Nationalpark-Insel Linnansaari.

Wir steigen auf den Steg über, dessen Holz im Laufe vieler Jahre so grau geworden ist wie die Uferfelsen, und betreten die Insel: Eine grob gezimmerte, gewundene Treppe führt über Flechten und Moosteppiche in den Wald hinein und verliert sich in seinen Schatten. „Linnansaari“ steht auf dem Schild am Anleger. „Saari“ bedeutet „Schäre“ auf Finnisch. Wie ein steinerner Buckel erhebt sie sich aus dem Wasser, glatt geschliffen von den Gletschern der letzten Eiszeit. Tausende und Abertausende ihrer Art gibt es auf der weitverzweigten Wasserfläche des Saimaa. Sie machen das Seengebiet im Süden Finnlands zu einem Labyrinth mit einer 15 000 Kilometer langen Küstenlinie – und zum größten zusammenhängenden Binnenrevier für Boote in Europa.

Linnansaari selbst liegt ungefähr im geografischen Mittelpunkt dieses riesigen blauen Netzes. Es ist zugleich Zentrum (und Namensgeber) eines ganzen Nationalparks. Und es ist unser erstes Ziel auf diesem einwöchigen Chartertörn. Seinen Anfang hat er im südlich gelegenen Savonlinna genommen oder besser gesagt einige Kilometer nördlich davon in der Charterbasis von Saimaan Solmu.

Dort ist die kleine Flotte von robusten Stahlverdrängern beheimatet, die Eigner und Geschäftsführer Jouko Soini für entdeckungsfreudige Chartergäste bereithält. Für unser Zwei-Mann-Team, Fotograf Morten und mich, ist es bereits der zweite Törn im Revier; vor vier Jahren waren wir das erste Mal hier und haben seinen südlichen Teil erkundet. Diesmal wollen wir uns etwas genauer ansehen, was die Mitte zu bieten hat: die „Schlangeninsel“ etwa, oder einen Dampfer, der 70 Jahre lang auf dem Grund des Sees lag, und dessen Fracht danach noch essbar gewesen sein soll. Oder eine Kunstausstellung, tief im Fels unter der Erde ...

Die Anreise nach Savonlinna erfolgt am besten mit dem Flugzeug; Finnair bietet Verbindungen aus ganz Deutschland an (etwa ab Hamburg, Berlin und München), und nach dem Umsteigen in Helsinki geht es direkt weiter zum Zielflughafen, der nur wenige Kilometer von der Charterbasis entfernt ist. Der Transfer dorthin erfolgt dann mit dem Shuttle-Bus. Nach der Übergabe des Bootes und dem nötigen Einkauf – eine Viertelstunde dauert die Autofahrt zum nächsten Supermarkt in Savonlinna – werfen wir am nächsten Morgen die Leinen los. Die Bezeichnung „Morgen“ ist allerdings relativ: Auf 62° Nord gibt es im Juni kaum richtige Dunkelheit.

Im Schritttempo geht es aus der kleinen, flachen Bucht hinaus auf den Haukivesi, den ersten größeren See. Bald zeigt unser Bug nach Nordwesten. Wir geben Gas und nehmen Kurs auf den Linnansaari-Nationalpark. Rechts und links begleitet uns die leicht gewellte Uferlinie mit Birken und Kiefern, denen scheinbar eine dünne Schicht Erdreich auf dem Fels schon reicht, um knorrige Wurzeln zu schlagen. Bebauung sieht man kaum, von weiterem Schiffsverkehr ganz zu schweigen. Wir sind so weit in der Wildnis, wie man in Europa kommen kann.

Erst nach einigen Seemeilen begegnet uns ein erstes Fahrzeug. Es ist ein Schubverband, hoch beladen mit Holz – Nahrung für die hungrigen Papiermühlen im Süden der Seenplatte. Bei aller Einsamkeit gibt es Berufsschifffahrt im Revier; das sollte man zumindest im Hinterkopf haben, wenn man eines der zahlreichen, schmalen Schärenfahrwasser durchfährt. Es kann durchaus sein, dass hinter der nächsten Biegung plötzlich ein ausgewachsener seegehender Frachter auftaucht. Auch bei Schleppverbänden mit zu Flößen gebundenen Baumstämmen sollte man vorsichtig sein; ihr sehr flacher, erst spät sichtbarer Anhang kann mehrere Hundert Meter messen und besonders in engen Biegungen zum Hindernis werden.

Auch zur Navigation noch einige Worte: Jede Törnetappe ist geprägt vom Wechsel der längeren offenen Abschnitte auf den einzelnen Seen und den schmalen, häufig mit Seezeichen gespickten Verbindungen zwischen ihnen. Das gesamte Seengebiet wird von festen Fahrwassern durchzogen, die auf den hervorragenden Seekarten an Bord eingetragen und darüber hinaus mit Tonnen, Baken und Leuchtfeuern genau bezeichnet sind. Bei den Tonnen handelt es sich um große Schwimmstangen.

Die Lateralzeichen sind – wie üblich – rot oder grün. Ebenso häufig sind jedoch Kardinalzeichen, deren eigentlich gelbe Flächen jedoch weiß belassen sind. Dadurch sind sie auf größere Entfernung schwerer voneinander zu unterscheiden, und man sollte auf jeden Fall auf Nummer sicher gehen und für die Identifizierung regelmäßig zum Fernglas greifen. Die Schwimmstangen sind außerdem mit Reflektorstreifen in der jeweiligen Farbe versehen. Schwarz wird allerdings durch blaue Reflektoren wiedergegeben.

Ebenso wichtig wie die Tonnen sind die Richtbaken, die über größere Entfernungen lotsen. Wie bei einem Richtfeuer bestehen sie aus zwei gelben (manchmal haushohen) Holztafeln mit roten, senkrechten Balken, wobei sich das hintere Zeichen höher befindet. Liegen die roten Balken in Deckung übereinander, fährt man genau in der Fahrwassermitte.

Mangels besserer Landmarken helfen bei Tag auch die Leuchtfeuer bei der Orientierung. Das gilt zumindest für die meist weiß gestrichenen, einheitlichen Stahltürme. Wesentlich unscheinbarer ist die Version, die nur aus einem kurzen Rohrmast mit aufgesetzter Leuchtoptik besteht. Insgesamt sollte man unterwegs die eigene Position sorgfältig auf der Karte mitplotten, denn wenn man die Orientierung verliert, muss man erst einmal jemanden treffen, den man nach dem Weg fragen kann ...

Nach zwei Stunden Fahrt haben wir Linnansaari ausgemacht. Wir verlassen das Hauptfahrwasser und halten auf den Anlegesteg zu. Er ist unbelegt und scheint nur auf unsere Ankunft zu warten – umso besser, denn zwei Boote unserer Größe hätten keinen Platz gefunden.Natürlich gibt es am Steg weder Strom, Wasser, noch anderen Service; aber anders wollen wir es hier, mitten in der Natur, auch gar nicht haben. Unser Boot bietet alles, was wir brauchen, und für das extra bisschen Strom werfen wir später für eine Stunde noch mal den Diesel an.

Jetzt aber zum Landgang – denn mit der „Schlangeninsel“, von der uns eine andere Crew in der Charterbasis erzählt hat, ist Linnansaari gemeint. Auch wenn die Stechmücken erst nach Mittsommer in Horden über das Land hereinfallen, wollen wir auch Anfang Juni nicht auf „Autan“ verzichten. Kopfbedeckung und lange Hosen schützen gegen Zecken. Nach einer halben Stunde Fußmarsch kommen wir zu der Lichtung, die der Treffpunkt der Reptilien sein soll. Und tatsächlich, im Schutz eines großen Steins lassen sie ihre Schuppen von den vereinzelten Sonnenstrahlen wärmen! Wir zählen ein gutes Dutzend Tiere, mit gebührendem Abstand, versteht sich ...

Zurück an Bord wird es Zeit, die „Sonderausstattung“ in Betrieb zu nehmen – die bord-eigene Sauna. Steuerbord achtern hat Saimaan Solmu bei einem Teil seiner Boote die zweite Nasszelle zur Schwitzkammer umgerüstet, mit Sitzbank, Sauna-Ofen und Zugang zur Badeplattform. Bald knallt das Brennholz in den Flammen, und das Thermometer schießt nach oben. Zeit für den ersten Aufguss – und dann die Abkühlung im See: „Schnell springen“, ruft Morten noch und stürmt vorbei „bevor du es dir anders überlegst!“

Still liegt die Landschaft da zu früher Stunde. Zwei Finnen sind schon mit dem Kanu unterwegs. Mit ihren Trapperjacken könnten sie aus einem Roman von Jack London stammen. Über uns hängt ein Himmel wie aus grauer Seide, doch im Süden, da strahlt es blau! Auf Gegenkurs geht es zunächst auf gleichem Weg zurück. Doch wir lassen die Charterbasis links liegen und steuern stattdessen in das Fahrwasser von Torakkaluoto hinein.

Weiter über den Haapavesi, an Savonlinna vorbei (wir werden hier später noch festmachen), den Pitkä Pihlajavesi, der in west-östlicher Richtung verläuft, während der blaue Himmel wie eine Fata Morgana nicht näher kommen will. Am südlichen Ende des Tuohiselkä stoßen wir stattdessen auf eine unerwartet unübersichtliche Stelle (Karte 216.1): Dort wird die enge Durchfahrt zwischen zwei begrenzenden Inseln von einer schnellen Kettenfähre gequert. Ein grünes Licht an der Rampe gibt die Durchfahrt frei. Unmittelbar dahinter teilt sich das Fahrwasser in gleich drei Rinnen, zwischen denen es gefährlich flach ist. Überall sieht man jetzt Seezeichen, doch muss man sie genau zuordnen! An dieser Stelle ist es deshalb besser, erst einmal aufzustoppen und sich in Ruhe zu orientieren.

Bei so viel Aufregung ist uns völlig entgangen, dass wir die Sonne doch noch eingeholt haben: Als wir eine gute Stunde später am Gästesteg von Sulkava liegen, (Strom, Wasser, Dieseltankstelle; die Liegegebühr von 10 E ist im Restaurant zu entrichten) ist der Himmel blau und die Luft sommerlich warm und windstill – das passende Ende nach einem langen Tag und immerhin 46 Seemeilen.

Vom Hügel über der Stadt hallt die Glocke der altehrwürdigen, hölzernen Doppelkreuzkirche über die Bucht, die wenigen Straßen sind wie leer gefegt, und auf dem Parkplatz des Supermarktes sonnen sich die Katzen Sulkavas. Kaum zu glauben, dass dieser Ort mit kaum 3000 Einwohnern in jedem Juli zum Schauplatz der weltweit größten Ruderwettkämpfe wird: Mehr als doppelt so viele Athleten aus der ganzen Welt peitschen dann den See zu schäumender Gischt, der jetzt wie Glas vor uns liegt.

Zumindest am nächsten Tag bleibt der Sommer uns weiter treu; vielleicht liegt es daran, dass es noch einmal weiter nach Süden geht. Auf der Karte werden nacheinander die Leuchtfeuer Lehtosaari, Oulonsaari und Osmonaskel abgehakt, wieder eine relativ kurze Tagesetappe, keine 30 Seemeilen. Eine letzte, lang gezogene Linkskurve, und die Brücke über den Puumalansalmi kommt in Sicht. Erst in den Neuzigerjahren fertiggestellt, ist der Bau längst zum Wahrzeichen des kleinen Ortes auf dem Westufer des Sundes geworden – Puumala.

Nachdem wir im Schwell unter der Brücke gewartet haben, bis das Kreuzfahrtschiff „Christina Brahe“ in Ruhe abgelegt und im Fahrwasser gedreht hat, laufen wir in den Sportboothafen ein, wo wir dank Vorsaison noch freie Platzwahl haben. 16 Euro kostet der Liegeplatz mit Strom und Wasser. Die Straßen zu beiden Seiten der Brücken verlieren sich schnell im bewaldeten Nichts, doch Puumalas einziger Anziehungspunkt befindet sich ohnehin mitten auf ihr: Die winzige, dafür komplett verglaste „Sky-Bar“ an der Spitze des Pylons, etwa zwei Etagen über der Fahrbahn, bietet beim kühlen Bier großartige Aussicht.

Zeit für uns, langsam die Rückreise nach Norden anzutreten. Tief und grau hängt der Himmel, Regen liegt in der Luft, und auf der Reling zittern noch die letzten Tropfen der vergangenen Nacht. Das Wasser ist stumpf wie Eisen. Lange fahren wir trotzdem von draußen, dick eingepackt und die Kapuzen eng über die Ohren gezogen.
Die ersten Regenschleier erreichen uns, alle Konturen lösen sich auf, und die Welt um uns herum verschwimmt. Wie in Nebel gehüllt wirken die Ufer, dann sind sie komplett verschwunden. Mitten auf dem Tuohiselkä müssen wir plötzlich nach Kompass fahren: 058°. Hoffentlich kommt jetzt nichts Großes von vorn ...

Doch statt der Silhouette eines Frachters tauchen nur Inseln wie Schatten auf und ziehen vorbei. Zum Glück dauert der Spuk nicht ewig. Als wir um 3.00 Uhr nachmittags im Sportboothafen von Savonlinna festmachen – die 14 Euro Liegegebühr bezahlen wir im „Perhehotelli“ – kommt Wind auf und reißt die Wolken in dramatische Fetzen. Wild zerrt das Boot an den Leinen, Tauwerk knirscht.

Vielleicht war das Wetter ähnlich wild, als der Dampfer „Salama“ 1898 bei Puumala sank: Zu diesem Zeitpunkt war das schwarze, 30 m lange Schiff, das im Liniendienst bis nach Lübeck fuhr, bereits 25 Jahre alt. Viele Versuche wurden unternommen, den Veteranen zu heben, der in der düsteren Tiefe des Saimaa vor sich hinschlummerte, doch erst 1971 gelang es. Und er präsentierte sich nicht nur äußerlich in erstaunlich gutem Zustand: Als man den Schlamm der Jahrzehnte aus den Frachträumen gespült hatte, öffnete man Ladung und Vorräte und fand, so wird erzählt, einige der Sachen unverdorben. Längst schwimmt der Dampfer wieder auf eigenem Kiel. Er gehört zur kleinen Flotte des Regionalmuseums in Savonlinna, das zwischen der mächtigen Burg Olavinlinna und dem Hafen liegt und einen Besuch wirklich lohnt.

Nun haben wir nur noch einen Wunsch: Auch die Kunst soll auf diesem Törn zu ihrem Recht kommen. Doch dafür müssen wir in den verbliebenen zwei Tagen noch einmal nach Osten ausholen.Wir folgen dem lang gestreckten Moinselkä über fünf Seemeilen bis zur Klappbrücke über den Virtasalmi, dem einzigen „Hindernis“ im von uns befahrenen Teil. Mit einem Zugstrick wird die automatische Brückenöffnung angefordert, eine Ampel gibt die Durchfahrt frei.

Nun noch im Zickzack über Jännevesi und Haataanselkä, und wir haben den Punkaharju erreicht. Über mehrere Kilo-meter verbindet sein schmaler Höhenrücken eine Anzahl Inseln wie ein künstlicher Damm. Dabei waren es eiszeitliche Schmelzwasserströme, die seine einzigartige Form schufen.

Während man den Ort Punkaharju selbt getrost auslassen kann (sein Hafen liegt direkt im Schatten großer Fabrikschornsteine), ist unser letzter Abstecher nach Tuunansaari Pflicht: Dort liegt, mitten im Wald, das Kunstmuseum „Retretti“, dessen Ausstellungsräume in den Fels gesprengt wurden. Dunkle Stollen, Kavernen und ein Höhlensee als Umfeld für Plastiken, Gemälde und Ins-tallationen – eine ausgefallene Idee mit grandioser Wirkung. Kein Wunder, dass dieses Kleinod der Kunst trotz seiner ungewöhnlichen Lage weltweite Achtung genießt.

Direkt unterhalb des Museums befindet sich eine kleine Steganlage, anmelden und versorgen kann man sich im Shop der Tankstelle auf der anderen Straßenseite. „Retretti“ war für uns das Ausrufezeichen am Ende eines außergewöhnlichen Törns. Den Süden des Saimaa kennen wir jetzt, die Mitte auch. Doch wir werden sicher wiederkommen – der Norden fehlt uns noch!

WAS SKIPPER WISSEN MÜSSEN

Die Firma Die Charterflotte von Saimaan Solmu in Savonlinna umfasst mehrere Bootstypen aus Stahl, vom 8,50-m-Kajütboot bis hin zur barrierefreien Motoryacht. Vom zentral gelegenen Stützpunkt aus lassen sich die verschiedenen Teile des Reviers in je einer Woche gut erschließen. Information und Buchung: Saimaan Solmu, Geschäftsführer Jouko Soini (spricht deutsch), Kupolantie 30, FIN-57310 Savonlinna, Tel. 00358-400-97 62 27. www.yachtcharter.fi

Das Boot Wir waren mit dem robusten Stahlverdränger Saima 1100 S (Länge: 11,10 m, 5+1 Kojen, 120-PS- bzw. 88-kW-Diesel, zwei Steuerstände) unterwegs. Das Boot zeigte sich zweckmäßig und komplett ausgestattet, Navigations-material (Seekarten, Kompass und Fernglas) war ebenfalls vorhanden, ein Kartenplotter oder GPS-Gerät jedoch nicht. Die Bordsauna ist ein absolut außergewöhnliches Highlight. Die Wochenpreise für die führerscheinfreie Charter liegen zwischen 1400 und 2100 Euro.

Charterboot Saimaan Solmu

Charterboot vom Typ Saima 1200 von Saimaan Solmu

Das Revier Das durchgängig schiffbare Saimaa-Seengebiet erstreckt sich im Süden Finn­lands über eine Nord-Süd-Ausdehnung von rund 350 km zwischen Nurmes im Norden, Kuopio und Mikkeli im Westen sowie Lapeenranta im Süden. Die Größe der verbundenen Wasserfläche beträgt knapp 4400 km2, die Anzahl der Inseln etwa 14 000. Seinen
Namen hat das Revier von seinem größten See, dem Saimaa ganz im Süden. In der Regel wird das gesamte Seengebiet als zusammenhängende Fläche gesehen (was es zum viertgrößten See Europas macht). Nicht alle Verbindungen sind jedoch natürlichen Ursprungs: In der nördlichen Hälfte gibt es eine ganze Reihe von Schleusen und einige kürzere Kanalabschnitte.

Die Navigation Insgesamt ist die Navigation im Revier durch die vollständige Bezeichnung der Schifffahrtswege mit Seezeichen bei Tage für Führerscheininhaber weitgehend unproblematisch. Skipper ohne Führerschein sollten sich vor dem Ablegen jedoch genau mit den Navigationshilfen und den verschiedenen Typen von Seezeichen vertraut machen. Die tieferen Fahrwasser werden auch von der Berufsschifffahrt genutzt; dazu gehören neben Frachtern und Schlepp- und Schubverbänden auch Ausflugsschiffe. Der Saimaa-Kanal zwischen Laapeenranta im Süden und dem russischen Vyborg stellt die Verbindung mit dem Finnischen Meerbusen und der Ostsee her.

Die Törnetappen (in Seemeilen)
Charterbasis – Linnansaari 12
Linnansaari – Sulkava 46
Sulkava – Puumala 28
Puumala – Savonlinna 40
Savonlinna – Punkaharju 19
Punkaharju – Charterbasis 29
Gesamt 174

Christian Tiedt am 16.02.2011