Aarhus Bugt Aarhus Bugt

Ostsee-Journal

Aarhus Bugt

Christian Tiedt am 15.06.2017

Europas Kulturhauptstadt 2017 und ihr vorgelagertes Revier gehören zu den schönsten Ecken Jütlands – und sind bei uns bislang dennoch kaum bekannt

Die Dänische Südsee hat fast jeder Ostseeskipper schon auf eigenem Kiel erkundet. Und vom Smålandsfahrwasser haben die meisten zumin­dest schon gehört. Was natürlich daran liegt, dass bei­ de Reviere von der deutschen Ostseeküste sozusagen direkt „vor dem Bug" liegen. Auch „Rund Fünen" ist noch ein Begriff.

Doch die Bucht von Aarhus, die nur knapp 40 Seemeilen nördlich des Großen Belts an der jütischen Ostküste auf entdeckungsfreudige Besucher wartet, kennt fast niemand. Zugegeben: Dieses kleine Revier scheint so gut versteckt, dass selbst die Dänen eher andere Ziele ansteuern – was dazu führt, dass es zwischen Aarhus und Ebeltoft, in den flachen Buchten der Halbinsel Djursland und auf den sanften Höhen der Mols Bjerge im Sommer entspannter zugeht als an vielen anderen Küstenstreifen Dänemarks.

Dabei ist Aarhus nicht nur die zweitgrößte Ansied­lung des Landes und dessen wichtigster Hafen (in der Metropolregion leben immerhin fast 1,4 Millionen Menschen), sondern in diesem Sommer zudem Gast­geber in besonderer Sache – als Europas Kulturhaupt­ stadt des Jahres 2017. Vielfalt ist also in jeder Hinsicht garantiert. Wir haben uns umgesehen. Bühne frei!

Sportboothafen Marselisborg

Einen komfor­tableren Ausgangspunkt für die Erkundung von Aar­hus gibt es nicht: Der Marselisborg Lystbådehhavn (marselisborghavn.dk) lässt keine Skipperwünsche of­fen – kompletter Service und gleich mehrere Restau­rants sind auf dem Gelände vorhanden, Park und Strand liegen nebenan.

Von hier geht mit öffentlichem Nahverkehr, Fahrrad (oder zu Fuß) ins etwa zwei Ki­lometer entfernte, pulsierende Zentrum der Kultur­ hauptstadt – Midtbyen und Latinerkvarteret – mit vielen Veranstaltungsorten. Dänemarks größtes Contai­nerterminal sorgt dafür, dass auch im Hafen viel los ist: Die Riesenschiffe der Maersk Line messen 400 Me­ter – das ist viermal so lang wie das Haupschiff von St. Clemens, der mittelalterlichen Domkirche von Aarhus.

Sportboothafen Aarhus

Wer es lieber etwas ursprünglicher möchte, kann auch im Aarhus Lyst­ bådehavn (www.aarhuslystbaadehavn.dk) festmachen, dessen Stege sich im inneren Teil auf der Westseite des nördlichsten Hafenbeckens befinden. Nebenan entsteht derzeit ein neues Wohnquartier, Aarhus Ø, mit durchaus spannender Architektur. Das Stadtzentrum ist etwa einen Kilometer entfernt.

Das komplette Revierpotrait finden Sie als Teil unseres Ostsee-Journals in der Juli-Ausgabe von BOOTE, ab dem 21.06.2017 erhältlich (für Abonennten natürlich schon eher).

Christian Tiedt am 15.06.2017
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