Boot Düsseldorf 2019 Boot Düsseldorf 2019

„Boot Düsseldorf“ 2019: Rückblick

Eine Viertelmillion zum Fünfzigsten

Gernot Apfelstedt am 01.02.2019

Fast 250 000 Gäste aus über 100 Ländern und rund 2000 Aussteller aus 73 Nationen bestätigen die boot als größte Wassersportmesse der Welt und Motor für die Branche

Gute Geschäfte sowie hervorragende Kontakte zu Wassersportfans und Fachbesuchern aus der ganzen Welt kennzeichneten die 50. ,Boot’", resümiert die Messe Düsseldorf im offiziellen Schlussbericht. Messechef Werner Matthias Dornscheidt macht aus seiner Euphorie keinen Hehl: "Ich habe ja schon viele Veranstaltungen hier in Düsseldorf erlebt, aber diese „Boot“ war einzigartig. Großartige Atmosphäre in den Hallen, gut gelaunte Menschen in Urlaubsstimmung an den Ständen und hoch zufriedene Aussteller. Damit haben wir eindeutig unser Ziel erreicht: Diese magische Jubiläums-boot wird allen in bester Erinnerung bleiben."

Mit fast 2000 Ausstellern aus 73 Ländern auf 220 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche setzte die boot 2019 eine neue Bestmarke.

Fast 250 000 Wassersportler („Boot“ 2018: 247 319 Besucher) reisten aus über 100 Ländern nach Düsseldorf. Damit bewies die „Boot“ eindeutig ihre Nummer-1-Position in der Welt. Neben den Besuchern aus Deutschland lagen die Niederlande, Belgien, Großbritannien, Schweiz und Italien an der Spitze der Herkunftsländer. "Die Aussteller berichten uns von super Geschäften und vielen neuen Kontakten in die ganze Welt. Die „Boot“ ist eindeutig eine Business-Plattform allererster Güte. Auch das vielfältige Angebot an internationalen Reisedestinationen in der Travel World lockte die Besucher", erläutert „Boot“-Director Petros Michelidakis.

"Die Branche blickt voller Optimismus auf die kommende Wassersportsaison", freut sich Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW), des ideellen Trägers der boot Düsseldorf. Sowohl bei Motorbooten als auch bei Segelyachten gehe der Trend zu größeren Booten über 12 Metern Länge und zu kleinen Flitzern. Sehr gefragt seien auch Mehrrumpfboote, ein Trend, der in Halle 15 eindrucksvoll abgebildet wurde. Tracht ergänzt:

"Ich rechne damit, dass die „Boot“ 2019 der Impulsgeber und Motor für alle Bereiche des Wassersports sein wird. Unsere Mitgliedsunternehmen waren von der hohen Internationalität und Qualität der Besucher begeistert."

Der Spagat zwischen Branchentreff mit sogenannten B2B-Besuchern auf der einen und Trendsport-Event für das Publikum auf der anderen Seite gelingt der boot scheinbar spielend. "So nutzen Entscheidungsträger großer Charterunternehmen die Messe, um sich ein umfassendes Bild vom Markt zu machen, direkt mit den Herstellern in Kontakt zu treten und vergleichen zu können", heißt es weiter im Schlussbericht der 50. „Boot“. "Und dies vermehrt, denn das Chartern wird bei den Freunden der boot immer beliebter und ist in der Branche ein echter Trend."

Ob motor- oder segelgepowert, mit rund 1500 Booten und Yachten an den Ständen der Aussteller suchte das Angebot seinesgleichen. So konnten potenzielle Charterer direkt auf der Messe ihr Urlaubsboot besichtigen und eine individuelle Wahl treffen.

Tauch- und Trendsport auf der „Boot Düsseldorf“ konnte ein weiteres Mal zulegen und war ein Publikumsmagnet. 100 000 Surffans sahen sich die sensationellen Wellenritte auf "The Wave" an.

"Viele Anbieter von Boards berichten von der wiederentdeckten Freude der Besucher am Surfsport", heißt es weiter in der „Boot“-Bilanz 2019. "Stand Up Paddling, Windsurfen, Wellenreiten oder Wakeboarden begeisterten, und die Wettkämpfe auf The Wave oder im Flatwaterpool machten den Menschen im wahren Wortsinn Lust auf Meer." Bestes Tauchklima und tolle Stimmung herrschte auch im Dive Center und der gesamten Tauchhalle vom ersten Tag an. Michelidakis: "Für die Tauch-Community ist die boot das Event des Jahres. Hier werden Tauchreisen und -gänge geplant, Tauchpartner gefunden und neuestes Equipment getestet."

Ein Unfall mit Leichtverletzten am vorletzten Messetag trübt diese positive Bilanz nicht. Bei einem Aussteller in der Halle 3 war am Samstag gegen 14 Uhr der Akku eines Tauchcomputers explodiert.

Der Einsatzleiter der Düsseldorfer Feuerwehr berichtet von zwölf Personen, die direkt vor Ort von einem Ärzteteam gesichtet und untersucht wurden. Fünf von ihnen wurden mit einem Knalltrauma sowie eine Person mit Schnittverletzungen am Arm zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Der Messebetrieb konnte nach dem Unfall ohne Einschränkungen weitergeführt werden. Vom 18. bis 26. Januar 2020 läutet die Messe ihr nächstes Jahrzehnt ein.

Dieser Artikel erschien in BOOTE-Ausgabe 03/2019

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Gernot Apfelstedt am 01.02.2019