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Messe

Düsseldorf stellt sich neu auf

Cassandra Omane am 30.06.2019

Zum 50.Jubiläum legt sich die weltweit größte Boots- und Wassersportmesse ein neues Gewand zu. Und dieses hat es in sich.

"Future Building" lautet das Motto der Messe Düsseldorf für eines der ambitioniertesten Bauprojekte in der Geschichte des Unternehmens. Die Übersetzung passt im doppelten Wortsinn: Zum einen geht es um ein zukünftiges Bauwerk, zum anderen ist das Projekt zukunftsbildend für die Messe als Ganzes.

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Bis Ende 2019 entsteht neben einer neuen multifunktionalen Halle mit Konferenzräumen auch ein komplett verglaster neuer Eingang Süd mit einem – im Fachjargon – "transluzenten" Vordach samt angeschlossener Tiefgarage.

Nach Fertigstellung verfügt Düsseldorf über eine der modernsten Messe- und Event-Locations, die sowohl architektonisch als auch funktional höchste Standards erfüllt.

Realisiert wird der Entwurf des Düsseldorfer Architekturbüros Slapa Oberholz Pszczulny. "Damit setzen wir unseren Masterplan zur vollständigen Modernisierung und Erneuerung unseres Geländes an der Homebase fort. Wir passen unser Gelände weiter der Nachfrage und den Anforderungen unserer Kunden an und erhöhen den Servicefaktor noch weiter", freut sich Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH. "Und das alles geschieht wie immer ohne Subventionen." Das Investitionsvolumen für diesen südlichen Bereich beträgt 140 Millionen Euro.


Mit dem neuen Eingang Süd setzt die Messe Düsseldorf ein Highlight direkt am Rheinufer mit Blick auf die Stadt. Das 7800 m2 große und etwa 20 m hohe Vordach aus lichtdurchlässigem Glasfasergewebe mit LED-Beleuchtung heißt Messe- und Kongressbesucher willkommen und ist gleichzeitig ein starkes architektonisches Zeichen an dieser exponierten Stelle des Geländes.

Jurek Slapa, Geschäftsführender Gesellschafter von sop architekten: "Das Vordach verschafft der Messe Düsseldorf ein neues Gesicht und eine unverwechselbare Adresse an der einmaligen Lage zwischen Rhein und Nordpark. Gleichzeitig integriert es das bestehende Kongresszentrum und schafft so einen sensiblen Umgang mit den vorhandenen Strukturen." Mit 170 m Länge und 82 m Breite bietet es bereits vor dem eigentlichen Gelände und den Veranstaltungsräumen viel Raum für Messe- und Kongressgäste.

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Der Eingang Süd öffnet sich über eine komplett verglaste Front von 82 m Länge zum Vorplatz hin. Auf mehr als 2000 m2 Fläche finden hier die notwendigen Services wie Kassen oder Garderoben Platz. Im ersten Obergeschoss schiebt sich ein verglaster Konferenzraum in das Foyer und bietet einen Blick in den Eingangsbereich bis auf den Vorplatz. Zudem ist das gesamte Foyer als Veranstaltungsort nutzbar. Auf dem Vorplatz liegen der Eingang zur Tiefgarage mit 302 Parkplätzen sowie Halteplätze für Bus und Taxi. 


"Mit der Neugestaltung des Eingangs Süd schaffen wir für unsere Aussteller und Besucher die architektonisch und funktional hochwertige Situation, die sie heute schon am Eingang Nord vorfinden", so Messechef Dornscheidt.

Dazu gehöre auch der Neubau der Halle 1, die unmittelbar auf ganzer Breite an das Eingangsfoyer anschließt. Mit 158 m Länge, 77 m Breite und mehr als 12 000 m2 Fläche entspricht die neue Halle in etwa den Hallen 8a und b. Erschlossen wird sie über sieben Tore, Abhängungen von der Hallendecke sind ebenso möglich wie die Versorgung der Stände über den Hallenboden. Für Fußgänger ist die Halle über eine Brücke im 1. Obergeschoss mit dem CCD Süd verbunden. Neben der Anbindung an die Hallen 3 und 4 führt eine Magistrale vom Südeingang direkt auf das übrige Messegelände.

Insgesamt sechs Konferenzräume mit 200 m2 für jeweils 198 Personen stehen im 1. Obergeschoss der Halle zur Verfügung. Alle Räume sind mittig teilbar und so noch flexibler. Zudem ist die Halle selbst außerhalb von Messezeiten ebenfalls als Veranstaltungsstätte nutzbar und bietet beispielsweise in Reihenbestuhlung bis zu 10000 Personen Platz.

BOOT 2020 MIT NEUEM LAYOUT

Das Motto "Future Building" passt nicht nur zum Projekt "Neue Messe Süd", sondern auch für eine hochkarätige Veranstaltung auf dem Düsseldorfer Messegelände: die boot. Die weltweit größte Boots- und Wassersportmesse feierte erst im Januar mit ihrer 50. Ausgabe Jubiläum.

Wer eine derartige Ausnahmestellung behalten will, darf sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. "Wer rastet, der rostet" lautet ein altes wie wahres Sprichwort. Und so nahm der boot-Director Petros Michelidakis die neuen Möglichkeiten im Süden des Messegeländes zum Anlass, das Hallen-Layout zur boot 2020 komplett zu überarbeiten und dies früh zu kommunizieren.

Der neue Hallenplan auf Seite 62 zeigt das Ergebnis. Vorausgegangen war eine Analyse des Besucherverhaltens und der Interessengebiete der Besucher über die vergangenen Jahre hinweg sowie intensive Gespräche mit den Ausstellern.

Die Neuerungen im Kurzüberblick: Die Wegeführung wurde optimiert, verwandte Themen finden sich künftig auch in räumlicher Nachbarschaft. Motorboot-Fans kommen in den Hallen 1 bis 7a auf ihre Kosten. Dabei wird die 5 zur neuen "Superboat Hall": Gemeint sind Luxus-Tender und "Shadowboats" exklusiver Marken wie Sacs, Wally, Blue Game, DeAntonio, Boesch, Fjord, Frauscher und Windy sowie Großserienhersteller.

Die größte Tauchausstellung der Welt zieht von den Hallen 3 und 4 in die Hallen 11 und 12 und damit thematisch stimmig nah an die Travel World.

Damit dreht sich künftig in den Hallen 11, 12, 13 und 14 alles rund ums Reisen: Vom Tauch-Hotspot bis zum Urlaub am und im Wasser. Und weil zusammenwächst, was zusammengehört, zeigt die "love your ocean"-Kampagne bei der boot 2020 in den Tauchhallen Flagge.

"Gemeinsam mit der Deutschen Meeresstiftung und unserer Meeres-Botschafterin Emily Penn haben wir mit dieser Aktion inzwischen eine gewaltige Ausstrahlung in die Welt erreicht", freut sich Petros Michelidakis, ",love your ocean‘ ist ein echter Publikumsmagnet auf der boot Düsseldorf."


Spätestens jetzt stellt sich die Frage: Wer "darf" zur Premiere in die neue Halle 1? Das Rennen machten die "mittelgroßen Mo­tor­yach­ten" mit Innenbordmotor von 30 bis ca. 60 Fuß (10 bis 20 m). Hier werden sich unter anderem die Großserienhersteller wie Jeanneau, Bénéteau, Bavaria, Sealine und Greenline präsentieren. Auch niederländische Stahlyachten werden hier einziehen.

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Im Rund der Messehallen folgt die Halle 3. Hier spielen der Spaßfaktor und das Angebot für Einsteiger eine große Rolle. Motorboote mit Außenbordern, besonders die in der führerscheinfreien 15-PS-Version, erfreuen sich in dieser Zielgruppe großer Beliebtheit. Unter dem Motto "Start Boating" gibt es dort kompetente Beratung für alle, die zum ersten Mal Boot fahren möchten.

Als Medienpartner gestalten BOOTE und der Delius Klasing Verlag gemeinsam mit der boot Düsseldorf ein attraktives Einsteigercenter, in dem Experten mit Rat und Tat vor dem ersten Boots-trip zur Seite stehen.

In der Halle 4 geht es zu den Außenbordmotoren, den sogenannten Tow Boats sowie Sportbooten. Halle 6 bleibt das Herzstück des Luxussegments, komplettiert durch die Superyachtshow in Halle 7a.

ANGESAGT IST, WAS SPASS MACHT

Die "Beach World" wird sich erneut in Halle 8a entfalten. Hier treffen sich die Trendsportfans zum Surfen, Kiten, SUP-boarden mit den Stars und Sternchen der internationalen Szene. Ob "The Wave" oder "Flatwaterpool", angesagt ist, was Spaß macht.

Die beiden Mega-Attraktionen rahmen ab der boot 2020 den Händler- und Herstellerbereich in der Halle 8a ein. Hier können die Trendsportler dann nach Herzenslust shoppen. Im Süden der Halle liegt das Aktionsbecken, und im Norden steht die Welle.


Hallen 9, 10 und 11: Neuheiten im Bereich der Festrumpfschlauchboote (RIBs) und Dinghies/Beiboote werden in der Halle 9 gezeigt. Zubehör, Innenbordmotoren und Ausrüstung sind das Kernstück der Hallen 9 und 10 sowie einem Teil der Halle 11.

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Info: www.boot.de oder www.boot.com

Cassandra Omane am 30.06.2019