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100 Jahre Motorwassersportclub Oberspree

Christian Tiedt am 17.08.2012

Ein sicherer Hafen: Der Berliner MCO hat eine lange und wechselvolle Geschichte – jetzt konnte der Club aus der Hauptstadt den 100. Geburtstag feiern.

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Steganlage des MCO

Gleich in § 2 stellte die Satzung klar: „Erörterungen über Politik und Religion in den Versammlungen sind unzulässig.“ Das Regelwerk ist von 1928 und Historie, es galt einst dem Motorwassersportclub Oberspree (Spree-Oder-Wasserstraße-km 31,4 LU). Da war der Verein 16 Jahre jung. Nun ist er hundert.

Am 3. September 1912 unter dem Namen „Wassersportliche Vereinigung Flutkamerad“ gegründet, wurde der Club 1915 als „Motor-yacht-Klub Oberspree“ ins Vereinsregister eingetragen. 1945 verlor der „MKO“ seine Eigenständigkeit. Erst 1960 erhielt er sie zurück – als Motorwassersportclub MCO im Allgemeinen Deutschen Motorsportverband der DDR. Der Verein, der nach der Wende sowohl dem Motor-yachtverband Berlin als auch dem DMYV beitrat, zählt inzwischen 86 Mitglieder, darunter neun Jugendliche.

Es habe sich gezeigt, so Vorsitzender Andreas Engel im Rückblick, dass immer dann, „wenn die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen besonders schwierig waren, der Zusammenhalt und das Vereinsleben für viele ein sicherer Hafen wurde.“ MCO-Recherchen ergaben auch das: Der Club ist wohl der drittälteste Motorbootverein in Deutschland.

Christian Tiedt am 17.08.2012