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1978: Weltrekord in Downunder

Christian Tiedt am 08.04.2012

Mit Strahltriebwerk zum Weltrekord: Mit seiner weißen „Spirit of Australia“ erreichte Ken Warby 510 km/h. Die Spitzenmarke hat bis heute bestand.

Ken Warby

Ken Warby in „Spirit of Australia“

Auf dem Blowering-Dam-Stausee im Südwesten Australiens eroberte Kenneth Peter Warby mit seinem hölzernen Rennboot „Spirit of Australia“ mit 464 km/h den Geschwindigkeitsweltrekord auf dem Wasser – und wurde der erste Titelträger, der nicht aus den USA oder Großbritannien stammte.

Angetrieben wurde seine 8,24 m lange „Sprit of Australia“ von einem Westinghouse J34 Strahltriebwerk, das rund 15 Kilonewton Schub entwickelte und eigentlich für Flugzeuge vorgesehen war. Bei soviel Power sah Warby noch Spielraum nach oben, er wollte die 500-km/h-Marke knacken.

Am 8. Oktober 1978 gelang ihm auch dieser Rekord: Bei idealen Bedingungen jagte er die nur aus GFK und Balsaholz gebaute „Spirit of Australia“ über das glatte Wasser des Stausees: 510 km/h wurden gemessen – eine Leistung, die seitdem nie wieder übertroffen wurde und dem Australier den „Orden des britischen Empires“ einbrachte.

Christian Tiedt am 08.04.2012