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Corona-Pandemie

Seenotretter transportieren Testproben

Christian Tiedt / DGzRS am 07.04.2020

Hohe Dringlichkeit: Von Norderney brachte der Seenotrettungskreuzer „Eugen“ Proben für Coronavirus-Tests zum Festland

Die Seenotretter haben medizinische Proben von Patienten, die dringend auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet werden sollen, von der Insel Norderney ans Festland transportiert. Der Seenotrettungskreuzer „Eugen“ brachte sie nach Norddeich. Sofern sie in keinem Einsatz zur Suche und Rettung auf See gebunden sind, gehört auch die Versorgung besonders der Nordseeinseln immer wieder zu ihren Aufgaben.

Die Anfrage erreichte die Seenotretter über einen Arzt, der auf Norderney die Tests koordiniert. Da die Inselfähren aufgrund des für Touristen geltenden Betretungsverbotes der Inseln seltener und nicht immer zu medizinisch notwendigen Zeiten verkehren, haben die Seenotretter den Transport der Proben übernommen. „

Wir können dies in dringenden Fällen leisten, wenn keine anderen Möglichkeiten zur Verfügung stehen und wir selbst nicht anderweitig im Einsatz sind", sagte Peter Henning, Vormann des Seenotrettungskreuzers „Eugen“.

Denn selbstverständlich hat der maritime Such- und Rettungsdienst, für den die DGzRS auf Nord- und Ostsee, die Verantwortung trägt, auch weiterhin Vorrang. Genauso selbstverständlich springen die Seenotretter jedoch bei ausreichenden Kapazitäten gern im Rahmen der Amtshilfe ein und helfen.

Die ersten Norderneyer Proben wurden zum Liegeplatz der Seenotretter im Inselhafen transportiert. Die „Eugen“ brachte sie ans Festland nach Norddeich. Von dort aus erfolgte der Weitertransport ins Labor.

Christian Tiedt / DGzRS am 07.04.2020
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