Seenotrettungsboot Zander, Darßer Ort Seenotrettungsboot Zander, Darßer Ort
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DGzRS: aufwendige Rettung vor Darßer Ort

DGzRS am 29.10.2012

Aufwendige Rettungsfahrten: Freiwilligen-Besatzung der DGzRS verhindert Strandung eines Kutters und kommt gestrandetem Motorboot zu Hilfe.

Seenotrettungsboot Zander, Darßer Ort

Im Überlebensanzug watend stellt ein freiwilliges Besatzungsmitglied des Seenotrettungsbootes „Zander“ der DGzRS eine Leinenverbindung zum vor Darßer Ort gestrandeten Motorboot „Holy Gral“ her.

Gleich zwei Mal haben die Seenotretter der Station Zingst  in dieser Woche vor Darßer Ort jeweils zwei Menschen aus einer gefährlichen Lage befreit. In beiden Fällen benötigte die Freiwilligen-Besatzung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit ihrem Seenotrettungsboot „Zander“  mehr als eine Stunde, um den jeweiligen Havaristen zu erreichen.

Da der im Nothafen Darßer Ort stationierte Seenotkreuzer der DGzRS seinen Liegeplatz wegen der erneuten Versandung des Hafens bereits seit Monaten nicht mehr anlaufen kann, gestalteten sich die beiden Einsätze entsprechend aufwendig. Die Hilfe der Seenotretter benötigten der manövrierunfähige Kutter „Betty“ mit geplatztem Ölkühler am Montagabend, 22. Oktober 2012, und das östlich der Bernsteininsel, nur gut 1,5 Seemeilen vor der Einfahrt zum Nothafen an der Darßspitze gestrandete Motorboot „Holy Gral“ am Dienstagabend/Mittwochmorgen, 23./24. Oktober 2012.

In beiden Fällen alarmierte die Seenotleitung Bremen  der DGzRS die Zingster Seenotretter. Die Freiwilligen fuhren mit ihrem Gespann aus Unimog und Trailer mit dem Seenotrettungsboot zum Nothafen Darßer Ort. Dort setzten sie mit der „Zander“  ein. Bei nordöstlichen Winden um fünf Beaufort (bis 38 km/h Windgeschwindigkeit) und gut einem Meter Seegang nahmen sie am Montagabend kaum 80 Meter vor der Küste die „Betty“ auf den Haken und verhinderten damit gerade noch rechtzeitig ihre Strandung.

Schwieriger gestaltete sich die Bergung der bereits gestrandeten „Holy Gral“: Ein erster Versuch am Dienstagabend scheiterte, doch das Boot lag so hoch und ruhig, dass die zweiköpfige Besatzung an Bord übernachten konnte. Da für den Folgetag deutlich zunehmender Wind vorhergesagt war, unternahmen die Seenotretter bereits am frühen Morgen einen zweiten Anlauf. Doch selbst mit der sehr flach gehenden „Zander“ kamen sie nicht nahe genug an den Havaristen heran. Kurzerhand übergab ein Seenotretter im Überlebensanzug watend bei einsetzendem Nebel die Schleppleine. Insgesamt brachten die Seenotretter aufgrund der zahlreichen Flachs vor Darßer Ort 560 Meter Schleppleine aus.

Unterstützung leistete in beiden Fällen der Seenotkreuzer „Arkona“ von der Station Warnemünde  . Er hatte gleichfalls eine gute Stunde Anfahrt ins Revier vor Darßer Ort – die gleiche Zeit, die ein Seenotkreuzer auch vom Ausweichliegeplatz Barhöft benötigt. Die „Arkona“ übernahm die „Betty“ von der „Zander“  und brachte sie sicher in den nächsten Hafen. Mit ihrer Maschinenkraft schleppte sie auch die „Holy Gral“ frei, nachdem die Besatzung der „Zander“  die Leinenverbindung hergestellt hatte.

DGzRS am 29.10.2012
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