Seenotkreuzer „Nis Randers“ Seenotkreuzer „Nis Randers“
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Freizeitkutter vor Strandung bewahrt

Christian Tiedt / DGzRS am 07.08.2011

Vor der Schleimündung konnte der Seenotkreuzer „Nis Randers“ einen ehemaligen Krabbenkutter mit acht Personen an Bord vor der Strandung retten.

Seenotkreuzer „Nis Randers“

Der Seenotkreuzer „Nis Randers“ setzt das Tochterboot „Onkel Willi“ aus.

Über die Notrufnummer 110 hatte der Skipper der „Reso-Lud“ kurz vor 22 Uhr um Hilfe gebeten, da der Motor des ehemaligen Krabbenkutters auszufallen drohte. Bei starkem Ostwind mit einer Stärke von sechs Beaufort (bis 49 km/h) konnte das Schiff aus eigener Kraft keinen Hafen mehr erreichen. Die Rettungsleitstelle gab den Notruf sofort an die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) weiter, die den Seenotkreuzer „Nis Randers“ alarmierte.

Erschwert wurde der Einsatz dadurch, dass die Position des Kutters um mehrere Seemeilen von der zunächst angegebenen abwich und er über kein Funkgerät verfügte. Als die Seenotretter den Havaristen schließlich sicher auf den Haken nehmen konnten, war der Motor bereits ganz ausgefallen und der Kutter gefährlich weit auf Land zugetrieben. Die „Reso-Lud“ hatte in der Nacht einen Hafen in der Schlei anlaufen wollen. Um 1.15 Uhr legten die Seenotretter das Schiff sicher an die Pier in Maasholm. Die Besatzung des Seglers blieb zum Glück unverletzt.

Christian Tiedt / DGzRS am 07.08.2011