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Motorboot gesunken, zwei Männer gerettet

Christian Tiedt / DGzRS am 16.03.2012

Nach dem Untergang eines offenen Motorbootes vor Norderney konnte der Seenotkreuzer „Bernhard Gruben“ zwei Männer aus der kalten Nordsee retten.

SK „Bernhard Gruben“

Seenotkreuzer „Bernhard Gruben“ vor Norderney

Etwa eine Seemeile (1,8 km) östlich des Hafens Norderney in Höhe der Tonne D 26 war das etwa sechs Meter lange, offene Motorboot mit einem 135 PS starken Außenbordmotor mit zwei Mann Besatzung auf dem Weg nach Baltrum möglicherweise auf ein Unterwasserhindernis gelaufen. Das Boot sank nach starkem Wassereinbruch innerhalb kürzester Zeit. Einem der beiden Männer gelang es noch, mit seinem Handy die 112 anzurufen. Die Rettungsleitstelle alarmierte umgehend die Seenotleitung Bremen der DGzRS.

Der auf Norderney stationierte Seenotkreuzer „Bernhard Gruben“ lief sofort aus. Nur sieben Minuten später fanden die Seenotretter bei einbrechender Dämmerung die beiden Männer an dem abgesunkenen Boot im Wasser. Es war im Ebbstrom inzwischen stark vertrieben.

Mit dem Tochterboot „Johann Fidi“ holten die Seenotretter die beiden, die keine Rettungswesten trugen, aus dem nur sieben Grad kalten Wasser und brachten sie an Bord der „Bernhard Gruben“, wo sie sofort mit trockener Kleidung versorgt wurden. Das Tochterboot des Zollkreuzers „Jade“ war ebenfalls vor Ort.

Während der Seenotkreuzer mit den beiden Schiffbrüchigen sofort den Hafen Norderney anlief, sicherte die „Johann Fidi“ das Wrack und schleppte es in den Hafen. Die beiden Schiffbrüchigen wurden direkt an den Rettungstransportwagen übergeben, der die beiden ins Krankenhaus brachte. Das Wrack wurde von der Feuerwehr im Hafen gesichert.

Die Lufttemperatur betrug bei Norderney bei nahezu Windstille zum Zeitpunkt des Unfalls ca. acht Grad, die Wassertemperatur sieben Grad.

Christian Tiedt / DGzRS am 16.03.2012
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