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Porträt: Pischel Conrad Bootsbau

Ingrid Bardenheuer am 17.03.2012

Extrem flexibel: Pischel baut Festrumpfschlauchboote der Extraklasse. Auch Sonderwünsche sind für die Werft im rheinischen Triosdorf kein Problem.

Conrad Pischel

Auf Qualität und Kundenservice legt Conrad Pischel viel Wert. Sein neues Werftgelände ist mit fast 1100 qm mehr als doppelt so groß wie das bisherige.

Die Begeisterung für Top-Schlauchboote teilt der Chef mit seiner Crew. „Meine Mitarbeiter leben für diese Marke. Weil in jedem Boot auch ihre Ideen stecken“, sagt Conrad Pischel, Inhaber von Pischel Conrad Bootsbau. Im vergangenen Dezember bezog das Unternehmen ein neues Werftgelände – wie schon zuvor im rheinischen Troisdorf, aber nunmehr größer und moderner. Der Standort spiegele wider, was ihnen, der gesamten Pischel-Mannschaft, am Herzen liege: „Die Leidenschaft zu unserem Produkt Conrad Pischel R.I.B-Line“.

Drei Signalflaggen im Firmenlogo geben den Kurs an: Romeo, India, Bravo – RIB. Die Abkürzung steht für Rigid Inflatable Boat, gemeint sind Schlauchboote mit festem Rumpf. Sie bilden das Kerngeschäft der Werft. Unter der Marke „Conrad Pischel R.I.B-Line“ bringt das Unternehmen Tender, Tourenboote und Schlauchboote für den professionellen Einsatz auf den Markt.

Das Spektrum reicht vom 2,35 m kurzen „Edelzwerg“ bis zum 10,75 m langen Kabinen-RIB. Mehr noch: Conrad Pischel baut auch komplett maßgeschneiderte Boote. Jung und innovativ ist sein Unternehmen, gerade erst brachte es vier neue Serien-RIBs heraus, da-runter zwei mit Jetantrieb. Conrad Pischel: „Wir versuchen, immer einen Schritt voraus zu sein.“

Alle Rümpfe der R.I.B-Line sind handgefertigt, die Hypalon-Schläuche handverklebt. Beide Bauteile lässt Pischel von renommierten Herstellern in Italien produzieren. „Die Lieferanten, die wir haben, sind extrem zuverlässig“, erklärt er, „und ich bekomme eine extrem hohe Qualität.“ Bei der Rumpf-Fabrikation greift Conrad Pischel zum einen auf bestehende Formen zurück, die er für bestimmte Märkte exklusiv nutzen kann. Das Laminieren erfolgt nach seiner Maßgabe, Sonderwünsche wie Verstärkungen oder spezielle Fundamente sind jederzeit möglich.

Zum anderen setzt Pischel selbst entwickelte Formen ein, die mit seinen Vorgaben an einen versierten Laminator in Italien gehen. Eigenkonstruktionen machen etwa 60 % der R.I.B-Line aus, ein Unikat ist aber letztlich jedes Pischel-Boot. Denn zu dem wird es spätestens dann, wenn es sein individuelles Finish in Troisdorf erhält. Dort versehen Fachkräfte die RIB-Rohlinge aus Italien mit dem gewünschten Interieur und der gesamten Technik.

So wird aus einer Basis – Rumpf mit Schläuchen – ein exquisites Endprodukt. Pischels Philosophie: „Wir legen sehr viel Wert auf ein souveränes Fahrverhalten. Die Boote sollen immer eine sehr hochwertige, komplette Ausstattung haben. Und sie müssen auf dem absoluten Stand der Technik sein.“

Das Metier liegt Conrad Pischel sozusagen in den Genen. Sein Großvater baute Boote, auch der Vater, Claus Pischel. Dessen Schlauchboote, die Pischel Bolero, wurden legendär. Bis 2002 arbeiteten Vater und Sohn gemeinsam, dann trennten sich ihre beruflichen Wege. 2003 gründete Conrad Pischel, mittlerweile Boots- und Schiffbaumeister, seine eigene Firma – Pischel Conrad Bootsbau.

Das, was ihn damals antrieb, die „Vision einer neuen Schlauchboot-Generation“, habe er erreicht, sagt er. Seine Zielsetzung nun: „Wir wollen noch internationaler tätig werden.“ Conrad Pischel beliefert exklusiv eini-ge große Yachthersteller, auch diesen Sektor möchte er ausweiten. So wird sein Unternehmen im Herbst erstmals auf dem Festival de la Plaisance in Cannes vertreten sein.

Am Troisdorfer Firmensitz können sich Besucher ebenfalls ein Bild von Pischels Booten und Serviceleistungen machen. „Die Kunden erleben zudem verschiedene Boote in verschiedenen Baustadien und können sich Ideen für ihr eigenes neues Boot holen“, verspricht Conrad Pischel. Kontakt: Pischel Conrad Bootsbau, Redcar Str. 44a, 53842 Troisdorf-Spich, Tel.: 02241-165 72 73

Ingrid Bardenheuer am 17.03.2012