Festrumpf-Rettungsschlauchboot „Dora“ Festrumpf-Rettungsschlauchboot „Dora“
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RIB der Seenotretter im Einsatz

DGzRS am 20.07.2012

Bei Ueckermünde wurden zwei Jungen mit ihrem aufblasbaren Badeboot auf das Haff hinausgetrieben. Ein RIB der DGzRS brachte die beiden zurück.

Festrumpf-Rettungsschlauchboot „Dora“

Mit dem Seenotrettungsboot „Dora“ eilten die Seenotretter den Kindern zu Hilfe

Die freiwilligen Seenotretter der Station Ueckermünde haben am Mittwochnachmittag, 18. Juli 2012, zwei Kinder im Stettiner Haff aus Seenot gerettet. Die beiden neun und elf Jahre alten Jungen waren mit ihrem aufblasbaren Badeboot in Höhe des Campingplatzes Grambin westlich Ueckermünde bei ablandigem Wind mehr als 800 Meter weit auf das Haff hinausgetrieben.

Gegen 13.45 Uhr alarmierte eine am Ufer stehende Passantin via Handy die lokale Rettungsleitstelle, die umgehend die SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) informierte. Die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Station Ueckermünde besetzten unverzüglich das schnelle Festrumpfschlauchboot „Dora“ und nahmen Kurs auf die Unglücksstelle.

Bei ihrem Eintreffen fanden sie den älteren der beiden Jungen stark unterkühlt vor, der zweite stand offenbar unter Schock. Beide waren lediglich mit T-Shirt und Badehose bekleidet. Bevor das Abtreiben der Kinder bemerkt worden war, hatte der Elfjährige rund eine halbe Stunde lang schwimmend im etwa 14 Grad kalten Wasser versucht, den Neunjährigen samt Boot Richtung Ufer zu ziehen. Schließlich zog er sich wieder auf das Badeboot.

Auch ein Erwachsener, der versucht hatte, den Kindern vom Strand aus schwimmend zu Hilfe zu kommen, musste angesichts des ablandigen Windes kapitulieren. Er kehrte unterkühlt an den Strand zurück.

„Wir haben die Jungs gerade noch rechtzeitig erreicht. Wären wir etwas später gekommen, hätte das ganz anders ausgehen können“, berichtet Manfred Fastnacht, Vormann der DGzRS-Station Ueckermünde. Mit ihrem flachgehenden Seenotrettungsboot „Dora“ fuhren die Seenotretter bis an den Strand des Campingplatzes und übergaben die Kinder in die Obhut der Eltern. Die SEENOTLEITUNG BREMEN hatte dorthin bereits einen Notarzt und den Landrettungsdienst bestellt, die die weitere Betreuung der beiden Jungen übernahmen.
 

DGzRS am 20.07.2012