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Schlei: Baggerarbeiten haben begonnen

Christian Tiedt / WSA Lübeck am 22.04.2011

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck hat für die Schifffahrt auf der Schlei an mehreren Stellen mit wichtigen Unterhaltungsbaggerungen begonnen.

Stexwiger Enge

Stexwiger Enge: Auch hier wird gebaggert.

Seit dem 6. April arbeitet die Firma Peter Madsen Rederi A/S aus Dänemark im Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lübeck auf der Schlei und beseitigt Mindertiefen an insgesamt drei Stellen des Fahrwassers. Die drei Baggerabschnitte befinden sich in der Stexwiger Enge, südlich Arnis und südöstlich Maasholm. Die letzte Baggerung im Fahrwasser der Schlei wurde 2007 durchgeführt.

Das eingesetzte Baggerschiff "MS Merete Chris" ist ein Seilzugbagger mit einem Laderaum von 175 m3. Insgesamt sollen bis Ende April zirka 5.600 m3 Sand gebaggert werden. Das Baggergut wird aufgrund seiner guten Beschaffenheit auf einer Stelle südlich von Holm und östlich des betonnten Fahrwassers zum Stadthafen Schleswig umgelagert. Durch die Auffüllung entsteht dort ein Laichgrund für Heringe.

Nach Abschluss der Baggerarbeiten steht der Berufs- sowie Sportschifffahrt auf der Schlei wieder ein für Begegnungen ausreichend breites und in allen Bereichen den Richttiefen entsprechendes Fahrwasser zur Verfügung. Die Baukosten liegen bei 110.000 €.

Die Bundeswasserstraße Schlei ist mit 42 Kilometern Länge Deutschlands längste Förde. Es können starke windabhängige Strömungen von 3 bis 4 sm/h mit zum Teil starkem Wellengang auftreten. Während die Berufschifffahrt seit Jahren rückläufig ist, ist die Schlei mit ungefähr 7.000 Liegeplätzen ein beliebtes Sportbootrevier, welches von ca. 150.000 Booten zu Erholungs- und Freizeitzwecken befahren wird.

Christian Tiedt / WSA Lübeck am 22.04.2011