SK „Nis Randers“ SK „Nis Randers“

Seenotretter: Einsatz bei Falshöft

Motorboot brennt auf der Ostsee aus

DGzRS / BOOTE am 07.09.2018

Am Ausgang der Flensburger Förde geriet gestern ein Motorboot in Brand. Die Besatzung wurde vom Seenotkreuzer „Nis Randers“ in Sicherheit gebracht

Gestern gegen 12.30 Uhr erreichte die Seenotleitstelle Bremen der DGzRS über UKW-Sprechfunk ein "Mayday"-Ruf – unmittelbare Lebensgefahr. Die zweiköpfige Besatzung eines Motorbootes meldete rund 2,5 Seemeilen östlich des Falshöfter Leuchtturms Feuer an Bord. Nach einem Kühlwasseralarm schlugen dichter Rauch und Flammen aus dem Maschinenraum. Die beiden 58 und 53 Jahre alten Männer, die sich auf Überführungsfahrt zu einer Bootsausstellung befanden, kündigten an, in die Rettungsinsel zu gehen.

Die Seenotretter alarmierten die gesamte Schifffahrt im Revier über ein „Mayday Relay“. Als erstes Fahrzeug traf gegen 13 Uhr eine Segelyacht bei der Rettungsinsel ein und meldete: „Besatzung vollzählig und offenbar wohlauf“. Wenige Minuten später übernahm das Tochterboot „Onkel Willi“ der „Nis Randers“ die Schiffbrüchigen und brachte sie auf den Seenotrettungskreuzer. Im Bordhospital wurden die Männer versorgt.

Mit ihrer leistungsstarken Feuerlöschanlage löschte der 23-Meter-Seenotkreuzer das Feuer. Unterstützt wurde er dabei vom Forschungskutter „Littorina“ des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung. „Die Aufbauten des gut zehn Meter langen Motorbootes waren bereits bei unserem Eintreffen völlig niedergebrannt“, berichtet Dirk Höper, Vormann der „Nis Randers“. Trotz aller Bemühungen war das Boot nicht mehr zu retten. Auch der ausgebrannte Rumpf ließ sich nicht mehr in Schlepp nehmen.

Die Seenotretter brachten die Schiffbrüchigen im Hafen von Maasholm sicher an Land. Das Minenjagdboot „Weilheim“ der Deutschen Marine nahm die treibende Rettungsinsel auf. Die Seenotretter informierten die Verkehrszentrale über das in dänisches Seegebiet treibende Schifffahrtshindernis. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.

Zur Unfallzeit herrschten im Revier Ost- bis Südostwinde um fünf Beaufort (bis 38 km/h Windgeschwindigkeit).

DGzRS / BOOTE am 07.09.2018