Seenotrettungsboot „Gerhard ten Doornkaat“ Seenotrettungsboot „Gerhard ten Doornkaat“
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Seenotretter helfen Solarkatamaran

Christian Tiedt / DGzRS am 17.04.2011

Bei stürmischem Wetter kam die DGzRS auf dem Stettiner Haff dem Solarkatamaran „Uhura“ zur Hilfe. Bei dem 14-m-Boot war der Antrieb ausgefallen.

Seenotrettungsboot „Gerhard ten Doornkaat“

Das Seenotrettungsboot „Gerhard ten Doornkaat“

In stürmischem Nordwestwind haben die freiwilligen Seenotretter der Station Ueckermünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am Dienstagnachmittag (12. April) auf dem Stettiner Haff fünf Menschen aus einer bedrohlichen Gefahrsituation befreit.

Die Besatzung des Katamarans „Uhura“, vier Männer und eine Frau, war auf einer Überführungsfahrt von Polen Richtung Anklam in Bedrängnis geraten. Nach Elektronikproblemen war der Antrieb des 14 Meter langen, solargetriebenen SunCat 46 ausgefallen. Der Katamaran trieb manövrierunfähig auf dem Haff.

SunCat 46

Solarkatamaran SunCat 46

Mit dem Seenotrettungsboot „Gerhard ten Doornkaat“ nahmen Vormann Manfred Fastnacht sowie die beiden Besatzungsmitglieder Daniela Gollatz und Manfred Braun Kurs auf den Havaristen. Die „Uhura“ hatte inzwischen etwa fünf Seemeilen nordöstlich von Ueckermünde nahe der Tonne H6 Anker geworfen.

„Die Seen liefen ungewöhnlich kurz mit harten, kurz aufeinanderfolgenden Wellen. Der Katamaran machte sehr unkontrollierbare Bewegungen und drohte zu kentern“, schildert Vormann Fastnacht.

In bis zu zwei Metern Seegang manövrierte Fastnacht die wendige „Gerhard ten Doornkaat“ vorsichtig in die Nähe des Havaristen. In mehreren Anläufen gelang es den Seenotrettern, eine Leinenverbindung herzustellen. Sie schleppten die „Uhura“ schließlich nach Ueckermünde.

Die Crew des Havaristen überstand den stürmischen Törn unbeschadet. „Sie hat nach eigener Aussage noch nie solche Ängste ausgestanden“, berichtet Fastnacht. Das von Herzen kommende „Danke“ ergänzten die glücklichen Geretteten um eine großzügige Spende für das nur durch freiwillige Beiträge getragene Seenotrettungswerk.

Zur Unglückszeit wurden stürmische Winde bis acht Beaufort (bis 74 km/h Windgeschwindigkeit) über dem Stettiner Haff gemessen. Um die Mittagszeit hatte sich das Wetter plötzlich verschlechtert.

Christian Tiedt / DGzRS am 17.04.2011
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