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Skippertreffen Lahn: Demo gegen Reform

Ingrid Bardenheuer am 27.07.2011

Das 3. Skippertreffen an der Lahn wurde zu einer Demo gegen die Reform der WSV. Die Forderung: Der Fluss muss schiffbare Bundeswasserstraße bleiben.

Skippertreffen Lahn

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Die Sorge um den Schifffahrtsweg Lahn, ausgelöst durch die geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (BOOTE 7/11), war offenkundig. Und so geriet das 3. Skippertreffen Lahn, das vom 2.–5. Juni unter der Schirmherrschaft des Vereins Rhein-Boot Netz in Bad Ems stattfand, nicht nur zu einem gemütlichen Beisammensein.

Es war auch eine Demonstration gegen die Reformpläne. Etwa 80 Boote zählten die Organisatoren des Treffens. Unter den Gästen waren Bootfahrer von Ober- bis Niederrhein, von Main, Neckar und Mosel. Die weiteste Anreise hatte eine Crew aus Wien. Skipper, die wegen des herrschenden Rhein-Niedrigwassers nicht aus ihren Heimathäfen auslaufen konnten, kamen kurzerhand per Auto oder Wohnmobil nach Bad Ems.

Auch Unternehmen, Tourismus- und Wirtschaftsförderer sowie die Aktion „Pro Lahn“ saßen „im Boot“. Mit dem Start von 500 Luftballons, die Protestkarten Richtung Berlin tragen sollten, bekräftigten alle Beteiligten noch einmal ihre Forderung: Die Lahn muss schiffbare Bundeswasserstraße bleiben.

„Jedem an der Lahn sollte klar sein, dass solche Veranstaltungen in Zukunft nur noch möglich sein werden, wenn in Berlin ein Umdenken bezüglich der WSA-Reform einsetzt. Dafür kämpfen alle Lahntaler, Rheinland-Pfälzer und natürlich alle Wassersportler“, so Skipperin und Autorin Doris Sutter.

Ingrid Bardenheuer am 27.07.2011