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Suche nach Blindgängern bei Schweinfurt

Christian Tiedt / WNA Aschaffenburg am 15.07.2011

Im Bereich von Schweinfurt wird im Main seit vergangener Woche nach Blindgängern gesucht. Anlass ist der geplante Ausbau der Wasserstraße.

Seit Montag, dem 4. Juli 2011 führt das Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg im Bereich Schweinfurt eine Kampfmittelsondierung durch. Anlass ist der Ausbau des Mains auf Wasserstraßenklasse Vb (Wasserprofil von 2,90 m Tiefe und 40 m Breite auf gerader Strecke).

Dies bedeutet stellenweise Baggerarbeiten für die Aufweitungen und für die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen. Der Fahrrinnenausbau in den Stauhaltungen Wipfeld/Garstadt/Schweinfurt wird gegenwärtig sondiert. Der Beginn der Baumaßnahme ist für das Jahr 2013 geplant.

Im zweiten Weltkrieg fanden am Main teilweise intensive Kampfhand-lungen statt. So wurde zum Beispiel die Stadt Schweinfurt durch alliierte Luftangriffe sehr stark bombardiert. Dass sich heute noch Bombenblindgänger oder scharfe Munition im Main befindet, kann nicht ausgeschlossen werden.

Um eine Gefährdung der Mitarbeiter vor Ort wäh- rend der Baggermaßnahmen zu minimieren, wurde zunächst eine historisch-genetische Rekonstruktion vom WNA Aschaffenburg im Jahre 2009 beauftragt. Für diesen Bericht wurden Archivalien und Luftbilder der Alliierten ausgewertet. Im Ergebnis wurden 17 kampfmittelverdächtige Flächen, in denen Baggermaßnahmen geplant sind, ermittelt.

Christian Tiedt / WNA Aschaffenburg am 15.07.2011