Brand Brand
News

Tauchkutter vor Sylt in Brand geraten

Christian Tiedt / DGzRS am 12.07.2011

Westlich von Sylt geriet heute Morgen ein Tauchkutter in Brand geraten. Die dreiköpfige Besatzung konnte vom Zollkreuzer „Borkum“ gerettet werden.

Das Unglück ereignete sich etwa 25 sm westlich der Insel auf der offenen Nordsee. Um 08.11 Uhr ging bei Bremen Rescue Radio, der Küstenfunkstelle der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), ein automatisierter Alarm eines nicht näher identifizierten Fahrzeuges auf der Position 54 Grad 50 Minuten Nord, 7 Grad 33 Minuten Ost, ein. Die DGzRS nahm sofort Kontakt mit der Schifffahrt im umliegenden Seegebiet auf.


Das britisch geflaggte Containerschiff „Analena“ (134 Meter lang) konnte kurz darauf Funkkontakt zu den Schiffbrüchigen herstellen, die sich in ein Schlauchboot geflüchtet hatten und mit einem Handfunkgerät ausgestattet waren.

Zahlreiche weitere Fahrzeuge, unter anderem die Seenotkreuzer „Minden“ der Station Sylt und Seenotkreuzer „Vormann Leiss“ aus Amrum sowie ein SAR-Hubschrauber wurden durch die DGzRS an den Unfallort geführt.

Gegen 9.30 Uhr traf als erster der Zollkreuzer „Borkum“ am Unfallort ein. Zu diesem Zeitpunkt brannte bereits der gesamte Aufbau des Kutters. Die Schiffbrüchigen wurden an Bord genommen und kurz darauf durch den SAR-Hubschrauber der Marine übernommen, der die drei Männer ins Krankenhaus flog.

Die Brandbekämpfung übernahmen Seenotkreuzer „Minden“, Zollkreuzer „Borkum“ und die „Bayreuth“ der Küstenwache.

Bei dem Havaristen handelt es sich um einen sogenannten „KFK-Kutter“, einen von ca. 700 im zweiten Weltkrieg gebauten „Kriegsfischkuttern“. Das Schiff wird nach einer umfangreichen Sanierung seit mehreren Jahren für Tauchexkursionen eingesetzt. 

Christian Tiedt / DGzRS am 12.07.2011
    Anzeige
  • Branchen News
    Anzeige
  • Das könnte Sie auch interessieren