Schleuse Kannenburg Schleuse Kannenburg

Templiner Gewässer

Ersatz für Kannenburg

Christian Tiedt am 01.04.2018

Wie lange Templin nach der Sperrung der Schleuse Kannenburg von der Oberen Havel abgeschnitten bleibt, ist unklar. Zumindest hat der Bund einen Neubau zugesagt

Die Form der Mitteilung war lapidar, ihre Auswirkung für die Sportschifffahrt im Norden Brandenburgs umso größer: In einer Nachricht für die Binnenschifffahrt (NfB) informierte die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes kurz vor Weihnachten darüber, dass die Schleuse Kannenburg aufgrund "irreparabler Schäden" gesperrt werden müsse. Das historische Bauwerk von 1909 wurde bis zuletzt vollständig mit Muskelkraft betrieben.

Durch die Sperrung ist der innere Teil der Templiner Gewässer (das Seenkreuz mit der Stadt Templin selbst) nun bis auf Weiteres von der Oberen Havel und dem Rest des Wasserstraßennetzes im Nordosten abgeschnitten – eine Katastrophe für den Wassertourismus in der Region. Entsprechend drängend fiel die Reaktion der Interessenvetreter und Unternehmer vor Ort aus. Mit Erfolg: Der Bund hat jetzt die Finanzierung eines Ersatzneubaus zugesagt  – doch auch der soll frühestens 2020 in Betrieb gehen.

Christian Tiedt am 01.04.2018