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Vollgas ins Sommerloch

Guido Seibert am 31.07.2008

Eine Wassersportart, die eine Sommerpause für sich beansprucht. Sie denken, das gibt es nicht? Gibt es doch, bei der Formel-1-WM!

Mit ein Grund dieser unbefriedigenden Konstellation (das nächste Rennen findet am 1. Oktober in China statt) ist sicherlich der Umstand, dass es in Europa immer schwieriger wird, Veranstalter aufzutreiben, die weder Kosten noch Mühen scheuen, solch ein Event auf die Beine zu stellen. Das merkt auch in diesem Jahr zum wiederholten Male Promoter Nicolo di San Germano.

Vor knapp zwei Jahren war diese „Rennlücke“ auch einer der Gründe gewesen, weshalb sich viele Teams für ein neues Konzept mit neuen Köpfen aussprachen. Ein neuer Promoter (Romy Gai, ein Ex-Manager von Juventus Turin) stand bereit, und einer seiner größten Fürsprecher war der neunmalige Formel-1-Champion Guido Cappellini. Letztlich blieb (fast) alles beim Alten. Es gab Sanktionen für die abtrünnigen Teams, der Rest wurde mehr oder weniger schöngeredet. Wenden wir uns dem bunten Treiben auf dem Wasser zu. WM-Lauf Nummer 3 ging im finnischen Lahti über die Bühne. Es sollte das große Heimspiel von Weltmeister Sami Selio werden.

Cantandos Abflug: Die Organisatoren zählten weit über 40 000 Besucher – fast halb so viel wie die Einwohnerzahl der Skimetropole. Doch sie sahen nicht die große Show ihres Landsmannes, der nur von Startplatz 7 aus ins Rennen ging. Zwar konnte sich Selio im Rennen kurzzeitig in die Spitzengruppe vorkämpfen, aber in Runde 31 verabschiedete sich sein Mercury-Triebwerk.

Ganz anders drauf war der neunmalige Weltmeister Guido Cappellini. Von der Poleposition aus ging er ins Rennen und blieb auch in Front, als der Grand Prix nach einem spektakulären Abflug von Francesco Cantando gleich zu Beginn unterbrochen werden musste.

Guido Seibert am 31.07.2008