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XO-Design Group „X-Ray“

Martin Hager / BOOTE EXCLUSIV am 15.06.2012

Aus Offenbach kommt die Studie zu diesem 91 m langen Trimaran. Entsprechend groß sind die Decksflächen von „X-Ray“ – und bieten viele Möglichkeiten.

Trimaran X-Ray

Keine Kompromisse: 90-m-Studie „X-Ray“

Fotostrecke: XO-Design Group „X-Ray“

Man wird doch noch träumen dürfen. Von einem riesigen Salon auf einem üppigen Hauptdeck zum Beispiel, oder von kathedralverdächtigen sechs Metern Deckenhöhe. Zwei Bars auf einem Deck bietet diese Ideenskizze und eine Geschwindigkeit, die zur windschnittigen Form passt. Mit 45 Knoten maximal prescht die „XRay“ durch die Traumwelt, um sie zusammen mit einem mutigen Eigner womöglich Wirklichkeit werden zu lassen.

Das jedenfalls wünscht sich die XO Design Group mit diesem 91 Meter langen Trimaran. Zur Gestaltung passt die Motorisierung. Zwei MAN-Aggregate sollen 18 000 Kilowatt auf die Wellen bringen. Für die Umsetzung in Speed sorgt das schlanke Design. Inspiration für das Design sei die Anatomie eines Mantarochens gewesen, so XO Design.

„Keine Kompromisse“ lautet das Motto in Offenbach am Main. Und wohl wahr, auf knapp 100 Metern Länge und 37 Metern Breite kann ein beherzter Designer schon einiges losmachen. „Zielsetzung der Konzeptstudie ist die Synthese aus außergewöhnlichem Raumangebot und hohem Geschwindigkeitspotenzial, dessen innovative Gestaltung Maßstäbe setzen soll“, schreibt Kay-Uwe Witte aus Offenbach, wo XO Design einen hoch motivierten Computer herrliche Renderings hat einfärben lassen.

Die sechs Meter Deckenhöhe kommen dadurch zustande, dass die Lounge zentral in das Deck eingelassen ist und sich das Oberdeck wie eine Galerie um den Salon herumschwingt. Der Speise-tisch für zwanzig Personen steigt wie eine Sprungschanze aus dem Deck auf.

Die Gästeunterkünfte legten die Offenbacher nach vorn auf das Hauptdeck, die Eignersuite eine Etage höher. Die Fronten beider Decks sind vom Scheitel bis zur Sohle verglast, und „der ausgedehnte Open-Air-Bereich bietet Raum für repräsentative Veranstaltungen und entspanntes Sonnenvergnügen.“ Steuerstand, Crewquartiere, Galley und Technik passen in den mittleren Rumpf.

Solch aggressives Biest baut man tunlichst nicht aus Stahl. XO Design plant darum einen Leichtbau mit Alurumpf
und Kompositaufbauten. Vermutlich wird das junge Team vom Main erst einmal kleinere Projekte anfassen müssen. Als Ideenfutter jedoch vergnügt die „XRay“ ganz ungemein. 

Martin Hager / BOOTE EXCLUSIV am 15.06.2012