Bar der Bootsleute Bar der Bootsleute

Reportage

Die Bar der Bootsleute

Marcus Krall am 01.09.2019

Wer in Monaco eine Hafenbar betreibt und zwischen Megayachten auf einer Grand Banks wohnt, muss schon ein besonderer Vogel sein. Zu Hausbesuch bei Gerhard Killian.

Als wir die zweite Flasche Chateau Astros – den vielleicht besten Rosé der Region – öffnen, krame ich in den hinteren Hirnwindungen ein Gedicht von Joachim Ringelnatz hervor und zitiere einen Part:

"In der Kneipe ,Zum Südwester‘ ballt sich manchmal eine Hand, knallt ein Möbel an die Wand. Doch in jener selben Schenke schäumt um einfache Getränke schwer erkämpftes Seemannsglück."

Mein Gegenüber verzieht das Gesicht. "Willst du mich beleidigen?", fragt Gerhard Killian in herrlichem Wiener Slang.

"Nur, weil meine Kneipe am Hafen liegt, wird sich hier nicht geschlagen, und einfach kannst du diesen Rosé doch wohl auch nicht nennen."

Ich beruhige ihn mit der nächsten Strophe: "Die Matrosen kommen und gehen. Alles lebt
vom Wiedersehen. Ein gegangener Gast sehnt sich zurück." Jetzt strahlt er wieder. "Ja", sagt er, "so ist es. Die Leute ...

Bar der Bootsleute

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der September-Ausgabe von BOOTE. Hier erhältlich.

Marcus Krall am 01.09.2019