Helgoland und Cuxhaven Helgoland und Cuxhaven

Revier: Helgoland und Cuxhaven

Von der Alten Liebe zur Langen Anna

Christan Tiedt am 25.06.2019

Deutschlands einzige Hochseeinsel ist und bleibt ein außergewöhnliches Törnziel. Die meisten Überfahrten zum roten Felsen beginnen in Cuxhaven an der Elbmündung.

Es gab Jahre, eigentlich Jahrzehnte, da änderte sich auf Helgoland kaum etwas. Abgesehen davon vielleicht, dass Wind und Wasser weiter am roten Felsen nagten, wie sie es schon immer getan hatten. Und Deutschlands einzige Hochseeinsel mit unaufhaltsamer Beharrlichkeit und völlig mitleidslos Zentimeter um Zentimeter schrumpfen ließen.

"Gattbildung" nennt man das hier, wenn die Elemente Breschen in den Buntsandstein schlagen, sich tiefer hineinfurchen in die alles andere als ehernen Flanken des Oberlandes, und so nur noch mehr Angriffsfläche schaffen für das Herausblasen und das Herauswaschen.

Bis irgendwann nur noch Pfeiler bleiben, die ihrerseits am Ende umstürzen. Doch das geschieht zum Glück nicht von heute auf morgen. Selbst die Lange Anna steht noch aufrecht. Dabei sagen Geologen dem 25 000-Tonnen-Wahrzeichen vor der Nordspitze Helgolands schon länger ein baldiges Ende voraus. Der morsche Felsen sei fällig, heißt es. Aber manchmal mahlt die Natur eben doch mit langsameren Mühlen. 

Fotostrecke: Cuxhaven und Helgoland

Für den Besucher wirkt die Insel ohnehin, als wäre sie für die Ewigkeit gemacht.

Ein Bollwerk gegen die Stürme der Nordsee, ein Wellenbrecher im Nichts. Ein Platz für Sehnsüchte schon deshalb, weil kein Ort in Deutschland nicht nur gefühlt weiter weg ist.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Juli-Ausgabe von BOOTE. Hier erhältlich ab dem 19.Juni.2019. 

Christan Tiedt am 25.06.2019