Cruisers 275 ExpressFoto: Phillip Gätz

MotorbooteCruisers 275 Express

Unbekannt

 8/25/2013, Lesezeit: 7 Minuten

Die Cruisers 275 Express ist ein US-Boot für Groß und Klein. Wir testeten das Boot auf dem Rhein vor Budenheim.

  Cruisers 275 ExpressFoto: Phillip Gätz
Cruisers 275 Express
Test Cruisers 275Foto: Phillip Gätz
Test Cruisers 275
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Test Cruisers 275

Die Bootsbaugeschichte der im amerikanischen Oconto, Wisconsin, ansässigen Werft Cruisers Yachts reicht zurück bis in das Jahr 1904. Da starteten "Thompson Bros. Boat Manufacturing Co." ihr Familienunternehmen. In den frühen 1990er-Jahren wurde die Werft verkauft und in "Cruisers Yachts" umbenannt.

Die ideale Crew unseres Testbootes Cruisers 275 besteht aus vier Personen, zumindest dann, wenn man an Bord auch übernachten möchte. Vorteilhaft sind in diesem Fall "Große und Kleine", also zwei Erwachsene und zwei Kinder. Wer mit netten Bekannten nur eine schöne Badeoder Erholungstour unternehmen möchte, findet in der Cruisers ebenfalls einen guten Partner. Für ungetrübte Freude sorgen das große Cockpit mit variabler Sitz- Liege-Kombination, die Wetbar und eine ausladende Badeplattform einschließlich langer Badeleiter.

Hinsichtlich des Fahrgebietes geht die Werft auf Nummer sicher und stuft ihr Boot in der Kategorie C (küstennahe Gewässer) ein. Wer es auf dem Landweg befördern möchte, muss einen aufwendigeren Transporter als den 3500-kg-Trailer mit Kugelkopfkupplung wählen, denn schon unbeladen wiegt die Cruisers 275 Express 3085 kg, was selbst ein leichter Alu-Trailer nicht wettmachen kann. Gewicht zeugt oft von solider Konstruktion, was der Blick hinter die Kulissen auch bestätigt. Bis auf einige scharfe Schnittkanten an den Ausschnitten und Ecken der Bugkoje, zeigt die Kunststoffverarbeitung guten amerikanischen Standard.

Fahren und Manövrieren

Bei der Motorisierung geht Cruisers keine anderen Wege als die Mitstreiter: Die Hauptauswahl findet man immer noch bei den Benzinern. Für die Cruisers 275 sind dies ausnahmslos V-8-Motoren von Mer- Cruiser und Volvo Penta. Wir fuhren das Testboot mit einem MerCruiser 377 MAG (325 PS), der seine Kraft über einen Bravo-Three-Z-Antrieb und Doppelpropeller ins Wasser bringt. Dass Letzterer richtig gewählt ist, zeigte die erreichte Vollgasdrehzahl von 5200/min. Sie liegt exakt auf der maximal vom Hersteller erlaubten Drehzahl.

Daraus folgt, dass noch genügend Kraft für ein komplett beladenes Boot zur Verfügung steht. In der Beschleunigungsphase hebt sich Bug ab etwa 1500/min an und senkt sich um die 3000/min wieder langsam ab. Wer in dieser Situation die Trimmklappen zu Hilfe nimmt, hat eine uneingeschränkte Sicht nach vorn. Ohne Klappen schafft die 275 Express es ebenfalls problemlos über den Berg, doch hat der sitzende Fahrer dann kurz den Bug im Sichtfeld. Mit zunehmender Geschwindigkeit gehören die Klappen wieder ganz nach oben, und man bringt das Testboot mit dem Power-Trimm in die richtige Lage. Maximal ist dies gut ½ auf der Anzeige.

Egal ob langsame oder schnelle Gleitfahrt – die Cruiser läuft kursstabil und sicher. Das gilt auch noch, wenn man die Binnenschifferwellen auf dem Rhein Höhe Budenheim kreuzt und der Rumpf dabei weich und trocken einsetzt. In schnellen Kurven zieht sie eng herum und neigt ganz zum Schluss einen Tick zum Schaukeln, was bei Booten mit Stufenrümpfen nicht ungewöhnlich ist. Dabei auftretende Fliehkräfte sind normal haltbar, was ebenso gilt, wenn der Skipper Slalomkurse fährt oder abrupt das Lenkrad verreißt. Die Steuerung lässt sich bei allen Manövern kinderleicht drehen.

Wasserski laufen und Tube fahren ist hinter der Cruisers möglich, allerdings fällt ihre Heckwelle nicht gerade flach aus. Je mehr man den Power-Trimm einsetzt, desto flacher wird sie, was die Spritzwasserfontäne wiederum vergrößert. Um Strecke zu machen, lässt man den V-Achter 3500/min drehen und gleitet wirtschaftlich mit knapp 24 kn übers Wasser. Auf der Spritrechnung stehen dann 1,63 l/sm, was zusammen mit dem 257-l-Tank eine Reichweite von 134 sm plus 15 % Reserve ergibt. Ein akzeptabler Wert für solch einen schnellen Cruiser. – Bei Vollgas-Fans (39,2 kn) ist nach 95 sm "Schluss mit lustig"; bei Kanalfahrten liegt die Reichweite um 140 sm.

In Verdrängerfahrt muss der Skipper ab und zu den Kurs etwas korrigieren. Im Hafen zeigt die Cruisers 275 ein wendiges Verhalten. Gesteuert wird sie an einem edlen, höhenverstellbaren Sportlenkrad, geschaltet an einer leichtgängigen und exakten Einhebelschaltung. Beides hat die Werft gut positioniert. Bis auf den Kompass gilt das auch für die Instrumente und Wippschalter. Der Fahrer findet seinen Platz auf einer breiten, fest gepolsterten Sitzbank mit reichlich Kniefreiheit.

Beifahrer nehmen auf der Sonnenliegenbank an Backbord Platz. Dort findet man zum Festhalten nur Lehne oder Scheibenrahmen, in dem eine leicht grün getönte Sicherheitsglasscheibe sitzt. Damit der Fahrer bei Regen und Spritzwasser keinen Blindflug riskiert, installiert die Werft auf seiner Seite einen Scheibenwischer mit ausreichend großem Sichtfeld. Defrosterdüsen gab es nicht. Große Folienfenster rundherum im aufgebauten Cabrioverdeck garantieren guten Überblick.

Motor, Tank, Elektrik

Auch bei Cruisers steht der Motor unter der Sonnenliege, die sich kinderleicht per Knopfdruck elektrisch öffnet. Um bei ausgefallener Elektrik die Klappe zu heben, baut die Werft ein Inspektionsluk im Cockpitboden unter der Heckbank ein. Von dort lässt sich der Bolzen aus der Hubstange herausziehen. Bei geöffneter Klappe sind Kontroll- und Servicearbeiten gut möglich. Die Be- und Entlüftung funktioniert passabel, was die maximale Motorraumtemperatur von 25° C bei einer Lufttemperatur von 15 ° C zeigt.

Installationen: Hier erledigten die Techniker saubere Arbeit mit festen Kunststoffschellen und Kabelbindern. Nicht passend sind die teilweise nur mit einer Schraubschelle gesicherten Spritschlauchanschlüsse. Gereinigt wird das Benzin über den Filter am Motor, abgesperrt über ein Federventil mit Kugel in der Ansaugleitung. Die beiden sicher (mit Schrauben und Kunststoffbügel) in einer Schale befestigten Batterien schaltet man über einen Wahlschalter, der gut platziert am Cockpit-Heckeingang an Backbord sitzt. Dort findet man außerdem eine Hauptsicherung, weitere Automaten sind direkt am Schalter am Fahrstand und an einer Schaltzentrale in der Nähe des Unterflurkabinen-Einganges platziert.

Sicherheit

Um aufs Vordeck zu gelangen, führt der Weg über den Mitteldurchgang mit zwei in die Kabinentür geformte Stufen. Direkt am Aufgang bietet sich der Scheibenrahmen zum Festhalten an, weiter auf dem Vordeck gibt es keine Haltegriffe, und man muss bei Seegang lieber auf allen vieren zur stabilen Reling krabbeln. Im Cockpit gibt es nur im Fußraum der Bank einen Griff, sonst bieten sich bloß Scheibenrahmen, Verdeckgestänge und Lehne an. Den Abschluss zur Badeplattform bilden an beiden Seiten zwei Türen, was besonders für Kinder im Cockpit Sicherheit gewährleistet. Vom kühlen Nass auf die Plattform klettert man über die serienmäßige Badeleiter, die sich vom Wasser ausreichend einfach ausklappen lässt.

Zur Sicherheitsausrüstung gehören zwar zwei elektrische Bilgenpumpen, doch ersetzen diese nicht die zum BOOTE-Standard zählende Handlenzpumpe. Positiv ist, dass es eine serienmäßige Feuerlöschanlage im Motorraum gibt, negativ, dass die Schaumstoffisolierung (mit Alufolie) sich ruck, zuck mit der Feuerzeugflamme entzünden lässt.

Wohnen und Ausrüstung

Im Bug befindet sich eine wandelbare Sitzecke, die eine passende Breite von 1,65 m aufweist, ihre Kojenlänge fällt mit 1,60 m (Abstand Buglehne/Fußende) dagegen sparsam aus. In der Unterflurkabine haben größere Personen bei 2,10 m bessere Chancen zum Ausstrecken. Zwischen der Bug- und Unterflurkoje ist der Pantryblock mit einer Stehhöhe von 1,80 m untergebracht. Mit 1-Flammen-Platte, Mikrowelle, Spülbecken, Kühlschrank, passendem Stauraum und mäßiger Arbeitsfläche hat die 275 Express die typische Aufteilung eines amerikanischen Cruisers. Passend dazu ist die Nasszelle (Pump-WC, Waschbecken und Dusche), die eine Stehhöhe von etwa 1,65 m besitzt.

Wer das Open-Air-Vergnügen liebt, begibt sich ins Cockpit, das im Heck eine Polsterkombination besitzt, die sich mithilfe der Lehne in unterschiedliche Bänke und Liegen wandelt. Weitere Sonnenpolster gibt es für den Bug gegen Aufpreis.Nach einem Bad braust man sich an einer Heckdusche auf der tiefen Badeplattform ab. Zum Zubereiten von kleinen Snacks und zum Kühlen von Obst und Getränken steht im Cockpit eine Wetbar mit Spüle, Arbeitsfläche und – aus amerikanischer Sicht unverzichtbar –Ice-Box.

Wer auf seinem Boot "ordentlich Party machen" möchte, der lässt die normale Sound-Anlage für gut 2000 Euro extra gegen ein "Premium Sound System" auswechseln. Aufpreis zahlt man des Weiteren für Camperverdeck, Cockpitplane, Generator, Klimaanlage, Unterwasserbeleuchtung, Geräteträger und komplettes Ankergeschirr. Zum Festmachen spendiert die Werft serienmäßig sechs versenkbare Klampen, und den Rundumschutz übernimmt eine ausreichend solide Scheuerleiste. Für die Fenderbefestigung bieten sich Reling, Klampen und Verdeckgestänge an

Datenblatt: Cruisers Sport Serie Express 275

Werft: Cruisers Yachts

Typbezeichnung: Cruisers Sport Serie Express 275

CE-Kategorie: C - Küstennahe Gewässer

Material von Rumpf und Deck: Kunststoff

Länge: 8,56 m

Breite: 2,54 m

Verdrängung: 3,09 t

Preis: 103.604,00 €