Fjord 36 Open

Unbekannt

 · 21.04.2012

Fjord 36 OpenFoto: Morten Strauch

Die Fjord 36 Open präsentiert sich als kesser Blickfang und verfügt über diverse Einsatzmöglichkeiten. Peter Lässig fuhr das Boot auf dem Mittelmeer.

  Fjord 36 OpenFoto: Morten Strauch
Fjord 36 Open

Es waren wirtschaftliche Gründe, die die norwegische Traditionsmarke Fjord vor einigen Jahren zu der vor allem für Segelbootbau bekannten Hansegroup in Greifswald wechseln ließen. Hanse setzt offenbar neben den klassischen Fjord-Terne-Daycruiser-Motorbooten auf den „Modetrend“ und hat sich nun, so scheint es, die extravagante, berühmte Wally zum Vorbild genommen ...

  Test Fjord 36 OpenFoto: Morten Strauch
Test Fjord 36 Open

Demzufolge ist die Fjord 36 Open ein Boot mit einer Centerkonsole, die mit einer Sitzgelegenheit an der Vorderwand der darunter angeordneten Kabine versehen ist. Im Bug
hat man eine Sitzgruppe mit Tisch untergebracht, und das offene Heck dominiert eine große Sonnenliege.
Wie ihre (mehr als zweimal so teure) „Doppelgängerin“ Wally One, ist die 36 Open als Zubringer für Segler und als Mannschaftstransporter gedacht, aber auch als Tender für große Motoryachten. Deshalb gibt es klappbare Z- und keine IPS-Antriebe, die unterm Boot hervorstehen. In jedem Fall kann man mit der Fjord 36 Open viel Spaß haben.

Test Fjord 36 Open
Foto: Morten Strauch

Unser Testboot ist ein Konzeptboot, was heißt, dass man es noch weiterentwickelt und verbessert. Die großen Hausaufgaben hat man aber bei Hanse gemacht, an den Kunststoffarbeiten und an den Ausführungen der Ausstattung gibt es nur wenig zu bemängeln. Es fehlt teilweise am Feinschliff, was der Werft bewusst ist. Handlungsbedarf besteht auch bei den elektrischen und technischen Installationen, insbesondere bei der Motorraumbelüftung, wo wir bei 10 °C Außentemperatur eine Ansaugluft von 40 °C gemessen haben.

Unser Testboot ist serienmäßig mit der Joystick-Aquamatic von Volvo Penta ausgestattet, was das Manövrieren in Verdrängerfahrt kinderleicht gestaltet. Das Boot lässt sich damit in jede erdenkliche Richtung fahren; enge Anlegeboxen verlieren ihren Schrecken.Damit die erzeugten Wellen in langsamer Fahrt nicht stören, halten wir die Drehzahlen bei 900/min und fahren maximal 7 kn schnell. Ohne sich allzu viel zu vertrimmen, beginnt die Fjord 36 Open ab 1500/min oder ab 19 kn zu gleiten. Kaum merklich senkt sich der Bug ab 2300/min und zeigt damit an, dass volle Gleitfahrt erreicht ist. Bei Vollgas drehen die Motoren maximal das, was der Hersteller erlaubt. Die Höchstgeschwindigkeit loggt sich mit flotten43 kn im GPS ein.

Der gesamte Test steht in der aktuellen BOOTE 05/12.

Datenblatt: Fjord 36 Open

Werft: Fjord

Typbezeichnung: Fjord 36 Open

CE-Kategorie: B - Außerhalb von Küstengewässern

Material von Rumpf und Deck: Kunststoff

Länge: 10,80 m

Breite: 3,65 m

Verdrängung: 6,00 t

Preis: 259.420,00 €

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