Suzuki DF 15A / DF 20A Suzuki DF 15A / DF 20A
Außenbordmotoren

Neue Außenborder: Suzuki DF 15A / DF 20A

Sebastian Gollasch am 11.05.2012

Suzukis neue 15-PS- und 20-PS-Außenbordmotoren mit Einspritzung und Handstart stehen für Kraftstoffeffizienz und runden das Hersteller-Angebot ab.

Suzuki DF 15A / DF 20A

Der neue 15-PS- Suzuki ist zu seinem Vorgänger kompakter und spritziger geworden. Ganz neu bei den Japanern im Programm ist der 20 PS starke DF20A.

Anfang des Jahres enthüllte Suzuki auf der  Bootsmesse Düsseldorf seine neuen 15-PS- und 20-PS-Außenborder – der alte 15er, jetzt DF15A, hat eine „Frischkur“ erhalten. Mit dem DF20A hingegen rundet Suzuki seine Angebotspalette ab. Bislang hatte der Kunde nur die Wahl zwischen 15 PS und 25 PS.

Bei den beiden neuen Außenbordern handelt es sich um einen identischen Grundmotor, nämlich einen Viertakter mit elektronisch gesteuerter Zündung und Einspritzung. Diese kommt laut Suzuki beim Handstartmodell ohne externe Batterie aus – nicht selbstverständlich für elektrische Einspritzanlagen. Den Job der Spannungsversorgung für den Startvorgang übernimmt ein Kondensator.

Aber damit nicht genug: Neben Kraftstoffkühler, Einspritzdüsen und Dampfblasenabscheider hielt auch eine Kraftstoffhochdruckpumpe „Einzug“, die für konstanten Benzindruck und damit, in Verbindung mit den Einspritzdüsen, für bestmögliche Verteilung des Kraftstoffs sorgt; dadurch kann jeder Tropfen Benzin effizient genutzt werden. Die Technologie „Lean burn“, bekannt von den größeren Motoren, hilft dabei.

Es handelt sich um ein System, das im unteren und mittleren Drehzahlbereich aktiv ist und sich laut Hersteller durch einen besonders sparsamen Magermix auszeichnet. Daher ist es wichtig, die angesaugte Luftmenge ins richtige Verhältnis mit dem Kraftstoff zu setzen. Die japanischen Motorenhersteller entwickelten dafür die Drosselklappe weiter. Ein sogenannter Drosselklappen-Potentiometer liefert nun der Elektronik Werte zur Klappenöffnung und Hebelstellung.

Im Inneren des Außenborders wurde im Vergleich zum alten Motor der Hubraum vergrößert. Die 327 ccm errechnen sich aus der Kolbenbohrung von 60,4 mm, einem 57-mm- Hub und den zwei Zylindern, die in Reihe angeordnet sind. Für die Steuerung der je vier Ventile pro Zylinder ist eine oben liegende Nockenwelle verantwortlich, angetrieben wird diese über einen Zahnriemen von der Kurbelwelle.

Die Schmierung erfolgt Viertaktertypisch per Nasssumpf-Ölschmierung. Sollte diese einmal versagen, der Motor überhitzen oder ein anderes Problem auftreten, wird der Skipper optisch wie auch akustisch gewarnt  und zusätzlich die Maximal-Drehzahl herabgesetzt. Getrimmt wird nach wie vor mechanisch mittels Trimmbolzen. Beim Propeller stehen vier normale und drei verstärkte Ausführungen zur Wahl.

In puncto Masse sind die neuen 15-PS und 20-PS mit ihren 44 bis 49 kg, je nach Ausstattung, wahre Leichtgewichte. Den DF15A hat Suzuki auch hinsichtlich der Abmessungen kompakter gestaltet.
Die Preise für diesen Motor mit Kurz-, Langschaft und Pinne sowie für baugleiche 20-PS-Modelle werden erst im Mai bekannt gegeben. Die Auslieferung der Handstart-Modelle beginnt laut Hersteller Ende Juni. Skipper, die einen DF15A mit Fernbedienung haben möchten, müssen sich bis 2013 gedulden.

Sebastian Gollasch am 11.05.2012